Forbach (dpa/tk) – Zwei Menschen wurden am Wochenende schwer verletzt, nachdem sie trotz Verbots in den leeren Stausee gingen. Der zuständige Feuerwehrkommandant findet klare Worte.
Nachdem zwei Menschen aus der geleerten Schwarzenbach-Talsperre gerettet werden mussten, hat die zuständige Feuerwehr massiv vor dem Betreten des Bereichs gewarnt. Der tiefste Teil des Sees sei ein Moor, ein Sumpfgebiet. «Das ist saugefährlich, wenn man da drinsteckt, man kommt da leider nicht mehr raus», sagte der Gesamtkommandant der Feuerwehr Forbach, Marius Mungenast.
Aufgrund von Sanierungsarbeiten ist der Stausee bei Forbach im Kreis Rastatt aktuell leer. Mittlerweile habe die Feuerwehr drei Personen aus dem abgelassenen See retten müssen, sagte Mungenast. Erst am Sonntag stürzte nach Angaben der Bergwacht eine Frau im inneren Bereich des Stausees an einem stark abschüssigen Ufer. Die Frau war demnach verletzt, wurde von Bergwacht und Feuerwehr versorgt und anschließend aus dem Stauseekessel transportiert. Dort sei sie an den Rettungsdienst übergeben worden.
Wenige Stunden später seien die Einsatzkräfte von Bergwacht und Feuerwehr erneut alarmiert worden: Ein Mann hatte sich in dem mittleren Bereich des Stausees so schwer verletzt, dass er nicht mehr selbstständig gehen konnte. Den Angaben nach ist der Boden dort so matschig, sodass man bis zu den Knien einsinkt.
Da ein Transport an den Rand des Stausees zu lange gedauert hätte, sei ein Hubschrauber mit Rettungswinde gerufen worden. Der Mann sei über die Winde aus dem leeren Stausee gerettet und in eine Klinik geflogen worden.
Der See wurde abgelassen, um laut Energieversorger EnBW unter anderem an der Staumauer zu arbeiten. Die Talsperre liefert als Oberbecken Wasser für ein Pumpspeicherkraftwerk. Sie fasst den Angaben nach 14 Millionen Kubikmeter Wasser. Bis Oktober sollen laut EnBW Verschlussvorrichtungen an der Staumauer erneuert, Beton- und Metallteile instand gesetzt und neue Strukturen im Uferbereich geschaffen werden, die Fischen dienen sollen.