Neuenbürg (dpa/dk) – Rund sieben Monate nach dem Fund eines erschossenen Mannes in einem Auto in Neuenbürg hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe Anklage erhoben. Ein 40-Jähriger muss sich wegen Mordes verantworten.
Dem 40 Jahre alten Mann mit italienischer Staatsangehörigkeit wird vorgeworfen, einen 41-Jährigen erschossen zu haben. Laut Staatsanwaltschaft soll er die Tat begangen haben, „um sich seiner Verbindlichkeiten gegenüber dem Tatopfer zu entledigen“.
Die Ermittler gehen demnach von einem heimtückischen Mord aus Habgier aus. Der Beschuldigte sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.
Ein Zeuge hatte den 41-Jährigen Ende Februar leblos in einem geparkten Auto auf einem öffentlichen Parkplatz in Neuenbürg im Enzkreis gefunden.
Der Mann arbeitete nach Angaben der Ermittler als Hausmeister und Gastronom und lebte im westlichen Enzkreis.
Nach dem Fund richtete die Polizei die Sonderkommission „Motor“ ein. Mehrere Dutzend Ermittler werteten rund 200 am Tatort gesicherte Spuren sowie Aufnahmen von Überwachungskameras aus.
Anfang April wurde schließlich ein 40-jähriger Tatverdächtiger in Neuenbürg festgenommen. Nach Angaben der Ermittler kannten sich der Beschuldigte und das Opfer.