Stuttgart (pm/dk) – Krawalle, Pyrotechnik und ein Platzsturm beim DFB-Pokalspiel zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern beschäftigen jetzt auch die Politik. Am heutigen Donnerstag trifft sich Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel mit Vertretern von sieben Fußballvereinen aus dem Land. Mit dabei ist auch der Karlsruher SC.
Das Gespräch findet am Donnerstag, 3. September, im Innenministerium in Stuttgart statt.
Neben dem KSC nehmen Vertreter des SC Freiburg, des 1. FC Heidenheim, der TSG Hoffenheim, des SV Waldhof Mannheim, der SG Sonnenhof Großaspach und des VfB Stuttgart teil.
Auslöser für die neuerliche Debatte sind auch die Vorkommnisse beim DFB-Pokalspiel zwischen Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern vor knapp zwei Wochen. Auf den Rängen kam es zu Krawallen, Pyrotechnik und einem Platzsturm.
Das Innenministerium betont, dass Baden-Württemberg grundsätzlich an der Zusammenarbeit zwischen Fans, Vereinen, Polizei und Kommunen festhalten wolle.
Gleichzeitig stelle sich nach den Ereignissen die Frage, ob die bestehenden Verfahren den heutigen und künftigen Herausforderungen noch ausreichend gerecht werden.
Gemeinsam mit den Fußballvereinen will das Land deshalb die bestehenden Stadionallianzen weiterentwickeln und klare Vereinbarungen treffen.
Welche konkreten Konsequenzen sich daraus ergeben, soll sich nach den Gesprächen zeigen.
Im Zusammenhang mit sogenannten Hochrisikospielen steht unter anderem auch die Forderung im Raum, dass Fußballvereine die Kosten für größere Polizeieinsätze selbst übernehmen sollen.