Durmersheim (dk) – In der Nacht auf den 25. November 2025 brannte der kommunale Kindergarten Villa Kunterbunt komplett ab. 131 Kinder waren betroffen, das Gebäude in der Schwarzwaldstraße wurde bis auf die Grundmauern zerstört. Jetzt, rund zweieinhalb Monate später, haben wir vor Ort nachgefragt: Wie ist der aktuelle Stand?
Inzwischen werden alle Kinder wieder betreut. „Nach dem verheerenden Brand am 25. November letzten Jahres sind inzwischen die 131 Kinder in den beiden neuen Kindergärten untergebracht“, sagt Bürgermeister Klaus Eckert.
Die Betreuung findet aktuell an zwei Standorten statt: in der Villa Kunterbunt im Hexengässl und in der Villa Kunterbunt auf dem Heilberg. In einer Einrichtung gibt es drei Gruppen, in der anderen vier.
Wichtig war dabei vor allem eines: Vertrautheit. „Die Gruppen und ihre dazugehörigen Bezugspersonen haben wir so gelassen, wie es ist, weil es einfach wichtig war, damit die Kinder ihr vertrautes Umfeld haben“, erklärt Christine Gehring, Leiterin der Villa Kunterbunt.
Und das zahlt sich aus. „Dadurch, dass die Kinder ihre Freunde, ihre Bezugspersonen haben, haben sie sich in dem neuen Umfeld recht schnell zurecht gefunden. Es geht tatsächlich wirklich alles über Beziehung.“
Eine der Einrichtungen musste komplett neu ausgestattet werden. „Man merkt erst mal, was man alles hatte, wenn man feststellt, was alles fehlt“, sagt Gehring. Viele Dinge müssten noch angeschafft werden. Dafür werden unter anderem die eingegangenen Spendengelder verwendet.
Auch Bürgermeister Eckert betont die große Unterstützung: „Wir haben wahnsinnig viele Spenden bekommen an Sachspenden, an Spielgeräte und Ähnliches, so dass die Kinder tatsächlich sich sehr wohl fühlen.“
Das Spendenkonto der Gemeinde ist weiterhin aktiv.
IBAN: DE16665620530005702518
Verwendungszweck: Durmersheim hilft
Die Nacht des Brandes beschäftigt viele bis heute. „Es war in dieser Nacht wirklich ziemlich schrecklich“, sagt Gehring. „Ich stand vor dem brennenden Haus und wusste genau, da ist nichts mehr, was man jetzt irgendwie retten kann.“
Auch im Ort ist die Traurigkeit noch spürbar. „Der Brand ist immer noch sehr präsent bei den Bürgerinnen und Bürgern“, sagt Eckert. Viele Menschen hätten selbst Erinnerungen an den Kindergarten, seien dort als Kinder gewesen oder hätten eigene Kinder und Enkel dort betreut gewusst.
Gleichzeitig spüre er weiterhin große Solidarität: „Durmersheim steht zusammen. Durmersheim hilft einander.“
Parallel läuft die Planung für den Neubau. Zunächst müssen die Brandreste fachgerecht entsorgt werden. „Dämmstoffe, Styropor, Holz und Ähnliches“ müssten getrennt werden, so Eckert.
An der Schwarzwaldstraße soll wieder ein Kindergarten entstehen – für sieben Gruppen in Holzbauweise. Die Entscheidung im Gemeinderat steht in den nächsten Tagen an.
Der aktuelle Plan: Fertigstellung bis Ende nächsten Jahres. „Vielleicht haben wir Glück und wir schaffen es, bereits zum Kindergartenjahr 2027/28 dort neu einzuziehen, so dass da wieder Kinderlachen zu hören ist“, sagt Eckert.
Zum Abschluss richtet die Kita-Leiterin einen klaren Dank an alle Helferinnen und Helfer: „Ich möchte mich bei allen, die mitgeholfen haben, uns zu unterstützen, ganz, ganz recht herzlich bedanken. Der Zuspruch, der war wirklich richtig enorm und hat uns tatsächlich alle berührt.“