Stutensee (pm/dk) – Gute Nachrichten für alle Schwimmfans in Stutensee: Das STUTENSEEBAD im Stadtteil Blankenloch öffnet am Samstag, 14. Februar, wieder seine Türen. Nach dem Chlorgasaustritt am 5. Februar und der vorübergehenden Schließung ist der Badebetrieb wieder möglich. Zum Neustart am Valentinstag sollen die Gäste mit kleinen Aufmerksamkeiten begrüßt werden.
„Wir freuen uns nach der raschen Aufarbeitung des Vorfalls auf die Rückkehr unserer Badegäste“, sagt Marco Schlimm, Teamleiter Gebäudeverwaltung der Stadt Stutensee. „Als Ursache für den Chlorgasaustritt konnte ein technischer Defekt ermittelt werden.“
Am 5. Februar hatte die automatische Warnanlage am Nachmittag einen möglichen, später bestätigten Chlorgasaustritt im Bad an der Erich-Kästner-Straße gemeldet. Das Schwimmbad wurde daraufhin vorsorglich vollständig geräumt.
Rund 120 Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt im Bad. Mehrere klagten über Atemwegsreizungen, mindestens eine Person wurde zur weiteren Behandlung in eine Klinik gebracht. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Wie die Stadt jetzt mitteilt, wurde bei der Überprüfung der Technik eine Leckage am Regelventil festgestellt. Dieses ist auf die Chlorgasflasche montiert und steuert die Regelung in das Vakuumsystem, das das Chlorgas verteilt und zugleich als Sicherheitseinrichtung dient.
Die Feuerwehr stellte unter Atemschutz eine erhöhte Chlorgaskonzentration im Kellerbereich fest. In den umliegenden Bereichen konnte keine Konzentration nachgewiesen werden.
Das Chlorgas wird in einem baulich separierten Raum gelagert. Im Notfall wird dieser automatisch beregnet, sodass austretendes Gas mit Wasser gebunden wird. Das entstehende Chlor-Wasser-Gemisch wird im Keller gesammelt, mit Natriumthiosulfat neutralisiert und anschließend kontrolliert in das Abwassernetz eingeleitet. Dieser Vorgang verursachte den wahrnehmbaren Chlorgeruch im und um das Gebäude.
Nach dem Vorfall wurden vorsorglich alle relevanten Bauteile der Chlorgasanlage ausgetauscht und mit neuen Prüfsiegeln versehen. Seit Freitag befindet sich die Anlage im Testbetrieb. Laut Betriebsleiter Fischer zeigt sie keinerlei Auffälligkeiten.
Die Badewasserqualität sei zu keiner Zeit beeinträchtigt gewesen.
Ein Schadenswert kann derzeit noch nicht abschließend beziffert werden.
Schlimm bedankt sich ausdrücklich bei allen Beteiligten: Die betroffenen Badegäste seien mit der Situation „besonnen und verständnisvoll umgegangen“. Den Einsatzkräften, die „so schnell und verlässlich zur Seite standen, gilt unser Dank und Respekt für die routinierte medizinische und organisatorische Versorgung und den auch ehrenamtlichen Einsatz“.
Badegäste, die von der Evakuierung am 5. Februar betroffen waren und sich beim Team melden, erhalten einen kostenfreien erneuten Besuch oder eine Rückerstattung.
Am Samstag heißt es damit wieder: Bahn frei fürs Schwimmen in Blankenloch.