Musicalleiter Michael Hoffman will zurück zur wahren Bedeutung von Weihnachten

14. November 2021 , 12:01 Uhr

Karlsruhe (lk) – Jeden Sonntag trifft Martin Wacker prominente Persönlichkeiten aus der Region. Diesmal war Michael Hoffmann, der Leiter von „Weihnachten neu erleben“ zu Gast. Deutschlands größtes multimediales Musical steigt nach einem Jahr Corona-Pause endlich wieder in Karlsruhe. Mit dem Projekt soll das Augenmerk mehr auf der Geschichte von Weihnachten und weniger beim Konsum liegen. Knapp 2.000 ehrenamtliche Schauspieler, Tänzer, Musiker, Sänger und Helfer sind Teil des Musicals, dessen Einnahmen an Kinder- und Jugendprojekte in Karlsruhe gehen.

Größtes Weihnachtsmusical Deutschlands

Angefangen hat alles in einem kleinen Kino mit 600 Leuten, inzwischen kommen 75.000 Menschen in die dm-Arena nach Karlsruhe. Das Musical „Weihnachten neu erleben“ ist ein absoluter Kassenschlager. Nach einem Jahr Corona-Pause freut sich das Team rund um Leiter Michael Hoffmann auf den Neustart: „Auf der einen Seite sind wir `on fire´ und versuchen das Live-Event möglich zu machen. Auf der anderen Seite ist die Unsicherheit, ob alles funktionieren wird und wie die Corona-Regeln sein werden“, sagt der Macher. Präsentiert wird größte Weihnachtsmusical Deutschlands in diesem Jahr von uns – der neuen welle. Es steigt vom 9. bis 12. Dezember in der dm-Arena in der Messe Karlsruhe. Insgesamt wird es an den vier Tagen zehn Shows geben. Der Vorverkauf läuft bereits.

Knapp 2.000 ehrenamtliche Helfer

Das Fundament des Musicals liegt in der Weihnachtsgeschichte und ihrer ursprünglichen Bedeutung: „Wir glauben, dass die christliche Bedeutung von Weihnachten in den Hintergrund geraten ist. Wir wollen aber wieder hin zur wahren Bedeutung und der Schönheit von Weihnachten.“ Dadurch sei das Projekt breit in der kirchlichen Szene verankert. „Das ist ein gemeinsamer Nenner über alle Konfessionen hinweg.“ Dies sei eine der Säulen, auf denen das Projekt stehe und durch die sich fast 2.000 freiwillige Helfer, Darsteller und Techniker motivieren ließen. Die zweite Säule sei der karitative Zweck für Karlsruher Kinder- und Jugendprojekte. Die dritte Säule sei die Möglichkeit, auch als Laie die eigenen Begabungen auf einer ganz großen Bühne ausleben zu können.

Spenden an Kinder- und Jugendprojekte

Es geht also nicht nur um die einzigartige Show, sondern auch um den guten Zweck. Rund eine viertel Million Euro fließen jedes Jahr an Kinder- und Jugendwerke. „Es freut mich schon, dass wir jedes Jahr finanzielle Ressourcen bereitstellen können, für Kinder und Jugendliche, denen es bei uns im reichen Baden-Württemberg nicht so gut geht.“ Die Einnahmen kommen beispielsweise der Kinder- und Jugendarche in Karlsruhe zu Gute. Dort wird von dem Geld Essen und Hausaufgabenbetreuung für sozial schlechter gestellte Kinder angeboten. Auch das Projekt „Keine kalten Füße“ des Sybelzentrums in der Karlsruher Südstadt wird unterstützt oder die AWO Karlsruhe. Selbst im vergangenen Jahr seien bei „Weihnachten neu erleben“ als Online-Hybrid-Event 200.000 Euro zusammengekommen.

Museumsexponate erzählen ihre Geschichten

Ein weiteres Erfolgsrezept sei die Einbindung der Akteure und die Flexibilität des Stücks. „Einmal durften wir beim Badischen Staatstheater in den Requisiten stöbern. Dort haben wir eine wunderschöne venezianische Gondel gefunden. So wurde kurzerhand aus Paris einfach Venedig.“ In diesem Jahr wird es um einen jungen Mann mit einem goldenen Ticket für ein wundersames Weihnachtsmuseum gehen, in dem die Exponate zum Leben erwachen. Mit viel Humor, Tiefgang und einigen Überraschungen wird die Geschichte erzählt und mit Mega-Hits von Queen bis Ed Sheeran begleitet. Aufwendige multimediale Tricks lassen ein riesiges Bühnenbild entstehen. Zusätzlich zur Show gibt es in diesem Jahr noch ein „Winterwonderland“ mit Weihnachtsmarktständen, Musik, Bratwurst und Glühwein.

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