Mit Armbrust und Machete durch Karlsruher Parkhaus gelaufen

12. April 2021 , 13:36 Uhr

Karlsruhe (pol/lk) – Ein mit einer Armbrust und einer Machete bewaffneter Mann ist am Freitagabend in einem Parkhaus in Karlsruhe aufgefallen. Da der 32-Jährige verwirrt wirkte, wurde er in eine Klinik gebracht.

Mit Armbrust und Machete im Parkhaus

Mit einer Paintball-Maske bekleidet und den Waffen in den Händen lief der 32-Jährige am Freitagabend gegen 18.30 Uhr in dem Parkhaus am Tivoliplatz i Karlsruhe umher. Einige Passanten fühlten sich dadurch bedroht und riefen die Polizei. Mehrere Beamte machten sich zu dem Parkhaus auf und stellten den Mann an seinem Fahrzeug. Er ließ sich  widerstandslos festnehmen.

Mann bezeichnet sich selbst als „Prepper“

Bei einer Kontrolle konnten im Fahrzeug noch weitere Waffen und Überlebensutensilien aufgefunden werden. Der 32-Jährige bezeichnet sich selbst als „Prepper“ und machte einen verwirrten Eindruck. Darum wurde der Mann einem Arzt vorgestellt und anschließend in eine Fachklinik gebracht. Die aufgefunden Gegenstände wurden sichergestellt. Zeugen und Geschädigte werden gebeten, sich unter 0721/352700 beim Polizeiposten Karlsruhe-Südstadt zu melden.

„Bereit sein“ für eine Katastrophe

Das Wort „Prepper“ stammt aus dem Englischen von „to be prepared“, also „auf etwas vorbereitet sein“. Die Szene entstand in den 1970er Jahren in den USA. Es handelt sich um Menschen, die sich auf jede Art von Katastrophe vorbereiten: durch den eigenen Anbau oder die Einlagerung von Lebensmitteln, der Errichtung von Schutzbauten oder Schutzvorrichtungen an bestehenden Gebäuden, das Vorhalten von Schutzkleidung, Werkzeugen, Funkgeräten, Waffen und anderem. Klimawandel, Kriege und wirtschaftliche Krisen haben zu einem Wachstum der Prepper-Szene mit zunehmender Verbreitung in Europa geführt. 

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