Meteorit auch im Südwesten zu sehen? Das sagt die Polizei

09. März 2026 , 07:51 Uhr

Mannheim/Heilbronn/Karlsruhe (dpa/tk) – Ein Meteorit ist in Koblenz in ein Haus eingeschlagen. Er war auch in Baden-Württemberg zu sehen. Anrufer bei der Polizei berichten von einem «Leuchtball» und «Feuerschein am Himmel».

Feuerball am Himmel

Ein hell leuchtender Meteorit hat am Sonntagabend viele Menschen in Westdeutschland in Atem gehalten. Auch in Baden-Württemberg war ein Feuerball am Himmel zu sehen. In der Nacht erhielt die Polizei im Nordwesten des Landes zahlreiche Anrufe zu dem mysteriösen Leuchtschein am Horizont, bestätigten die Lagezentren der Polizeipräsidien Mannheim, Heilbronn und Karlsruhe. Auch in Südbaden sei der Meteorit Augenzeugen zufolge zu sehen gewesen.

Bürger hätten von einem «Feuerschein am Himmel» und einem «Leuchtball» berichtet, so ein Sprecher der Polizei Mannheim. In den sozialen Medien meldeten sich unter anderem Augenzeugen aus Baden-Württemberg, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen.Teile des Meteoriten sind am Abend in Koblenz in Rheinland-Pfalz in ein Hausdach eingeschlagen. Verletzt wurde dabei niemand. «Personenschäden sind bisher nicht bekannt. Das Ereignis hat keinen Zusammenhang mit einer militärischen Aktivität», betonte das Lagezentrum für Bevölkerungsschutz in Koblenz.

Meteoritenfunde sind selten

Trifft ein Asteroid auf die Lufthülle der Erde, zerfällt er oft in viele kleine Stücke. Manche davon verglühen, andere landen auf der Erde. Diese Brocken nennt man Meteoriten.

Meteoriteneinschläge auf der Erde sind sehr selten. In Deutschland fielen im April 2023 bei Elmshorn mehrere Teile eines Meteoriten zu Boden. Das größte Fragment war ein rund 3,7 Kilogramm schwerer Brocken, der von Wissenschaftlern untersucht und später ausgestellt wurde. Er galt damals als der schwerste gefundene Meteorit seit rund 100 Jahren in Deutschland. Zuvor war im April 2002 in Bayern in der Nähe von Schloss Neuschwanstein ein Meteorit niedergegangen.

Ein Meteor, der im Februar 2013 nahe der russischen Millionenstadt Tscheljabinsk am Ural in der Atmosphäre zerbarst, richtete hingegen größere Schäden an. Nach früheren Angaben des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums wurden damals durch die Druckwelle mehr als 7.000 Gebäude beschädigt und rund 1.500 Menschen durch herumfliegende Glassplitter verletzt.

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