Mehr Produktion im Land: CDU will Arznei-Engpässe bekämpfen

24. Januar 2026 , 13:26 Uhr

Stuttgart (dpa/tk) – Immer wieder sind in Deutschland bestimmte Medikamente nur schwer lieferbar. CDU-Landeschef Manuel Hagel will deswegen die heimische Produktion ankurbeln. «Ziel ist es, dass insbesondere auch wieder mehr Arzneimittel bei uns im Land hergestellt werden – es ist schlicht inakzeptabel, wenn Eltern vergeblich nach Fiebersaft für ihre Kinder suchen», sagte CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Manuel Hagel.

Husten- und Fiebersäfte knapp

Vor allem in den Wintermonaten können bestimmte Medikamente hierzulande knapp werden. Dagegen will die CDU in Baden-Württemberg vorgehen. «Ziel ist es, dass insbesondere auch wieder mehr Arzneimittel bei uns im Land hergestellt werden – es ist schlicht inakzeptabel, wenn Eltern vergeblich nach Fiebersaft für ihre Kinder suchen», sagte CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Manuel Hagel, sechs Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg.

Niedrige Energiekosten für Unternehmen

Gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen will die CDU im Falle eines Wahlsiegs die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie stärken. Dafür wolle man sich unter anderem gemeinsam für niedrigere Energiekosten für die Unternehmen einsetzen, heißt es im Entwurf eines Positionspapiers. Medikamente wie Fiebersäfte, Antibiotika oder wichtige Wirkstoffe müssten dauerhaft verlässlich in Baden-Württemberg produziert werden und verfügbar sein, so CDU-Chef Hagel.

Hersteller meist im Ausland

In Deutschland kommt es immer wieder zu Arznei-Engpässen, etwa bei Schmerz- und Diabetesmitteln oder Antibiotika. 2022 wurden etwa Paracetamol-Fiebersäften für Kinder knapp. Häufig sind Produktionsprobleme der Auslöser. Ein Risikofaktor ist auch, wenn es für Wirkstoffe oder Zwischenprodukte nur wenige Hersteller gibt. Viele davon produzieren in Asien. Die Pharmabranche macht unter anderem den Kostendruck der Politik dafür mitverantwortlich, dass sich Arzneihersteller in Deutschland teils aus der Produktion zurückgezogen haben.

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