Sparen, das ist nicht nur „nice to have“, sondern bei vielen Anschaffungen schlicht auch notwendig. Und gleichsam ist es in der heutigen Zeit, nicht zuletzt durch das Internet, auch noch so einfach wie noch nie, Geld bei wirklich allem einzusparen – selbst wenn man nicht über die Chuzpe verfügt, noch um den letzten Cent zu feilschen. Wie es geht lesen Sie hier.

Sparen: Ein Blick in die Trickkiste
Beginnen soll dieser Artikel zunächst mit einem generellen Überblick. Denn oberhalb jeglicher Kaufebenen existieren einige allgemeingültige Grundregeln.
Grundlagen
Vergleichen, vergleichen und noch mehr vergleichen
Dass Preise sich schon beim Haushaltswaren-Einkauf je nach Saison und Geschäft erheblich unterscheiden können, dürfte bei den meisten bekannt sein. Der Trick ist es, sämtliche Vergleichsmöglichkeiten zu ziehen. Notfalls, indem man sich in verschiedenen Geschäften die Preise für seine gängigsten Waren notiert oder sich eine der zahllosen Preisvergleichs-Apps aufs Handy zieht.
Geduld, aber auch Reaktionsschnelligkeit
Preise können immer schwanken. Das ist das normale Auf und Ab einer Marktwirtschaft. Bei Produkten des täglichen Bedarfs kann man meist nicht lange warten – bei vielen anderen Anschaffungen sehr wohl. Genau das sollte man tun. Dabei gehört es aber auch zur Kunst, bei steigenden Preisen nicht panisch zu werden, diese sinken meist auch wieder.

Keine übertriebene Risikofreudigkeit
Allerdings geht es natürlich auch umgekehrt: Denn viele „zocken“ und lauern auf noch größere Preissteigerungen. Wenn der Preis einem gut erscheint, einen Tag warten und dann zuschlagen. Damit gelingt einem fast immer der sparende Kauf.
Abwägen: Wie viel brauche ich wirklich?
Die Werbung vermittelt uns, dass wird immer mehr bräuchten. Mehr Ausstattung, mehr von diesem, mehr von jenem. Klar tut sie das, denn Werbung will verkaufen. Der Trick ist es, sich nicht von Werbetricks einnehmen zu lassen, sondern nüchtern zu analysieren, welchen Bedarf man tatsächlich hat. Die Couch steht nur zwei Meter vom Fernseher entfernt? Dann braucht man schlicht keinen 150cm durchmessenden Monster-Fernseher, es reicht auch die Hälfte für ein scharfes Bild. Und ähnlich sieht es bei allen anderen Waren aus.
Die Freundschafts-Schiene
Immer beliebter wird die Masche, den Kunden als Freund zu behandeln. Etwa durch Duzen oder andere „Kumpeleien“. Vergessen Sie es. Sie sind kein Freund, sondern ein Kunde, der Geld bringen soll. Weder leidet ein Geschäft, wenn Sie dort nicht kaufen, noch werden Sie zum „Superfreund“, wenn Sie mehr Geld dalassen.
Verhandeln kann jeder, zumindest ein bisschen
Für den letzten Spartrick braucht man zugegeben etwas Herz. Feilschen ist seit einigen Jahren in Deutschland im Einzelhandel erlaubt. Bloß machen es die wenigsten. Dabei ist richtiges Handeln keine Kunst und macht sich nur die Tricks zunutze, die auch Händler verwenden. Und es kann, gerade bei teureren Anschaffungen, ziemlich viel Geld einsparen.
Falsches Sparen

Wann spart man falsch?
Allerdings hat Sparen auch seine Kehrseite. Die tritt dort zutage, wo man nur vermeintlich spart. Sehr „beliebt“: große Unannehmlichkeiten, weite Wege auf sich nehmen, um marginale Preisnachlässe zu bekommen. Zum richtigen Sparen ist es unerlässlich, alle Faktoren mit einzubeziehen. Und dazu gehören besonders die Kosten für die Fahrt sowie ferner auch die dabei vergebene Lebenszeit.
Übertriebenes Verkneifen
Falsch sparen auch diejenigen, die sich alles verkneifen, was nicht unmittelbar lebensnotwendig ist. Klar hat das einen großen Spar-Effekt, aber es wiegt auch so schwer, dass dabei kaum Freude aufkommt. Richtiges Sparen soll ja erlauben, normal zu leben und zu kaufen und dabei einfach nur weniger Geld auszugeben.
Spar-Mogelpackungen
Regelmäßig werden in Deutschland Negativpreise für die Mogelpackung des Jahres vergeben. Und praktisch immer glaubten deren Kunden, dass sie gespart hätten. 25% weniger Verpackungsinhalt, aber immerhin 10 Cent günstiger – Sparen funktioniert nur, wenn man die normale Menge und ihren Preis auch kennt.
Spartricks für große Ausgaben
Jetzt, wo die „Basics“ stimmen, können wir zum handfesten Sparen übergehen. Und was eignet sich da besser, als die richtig dicken Ausgaben?
Autokauf
Was brauche ich?
Auch wenn das Auto für die Deutschen immer noch als liebstes Kind gilt, ist es doch in der Realität so, dass die meisten den Wagen nur fürs Pendeln und Einkaufen benötigen. Wichtigster Faktor ist also zunächst eine ehrliche Beantwortung der Frage, wie viel Auto man tatsächlich benötigt. Statusgedanken sollte man dabei ebenso hintenanstellen wie „könnte, eventuell“. Und angesichts der Tatsache, wie eklatant hoch der Wertverlust von Neuwagen ist, sollte dazu auch die Frage gehören, ob es überhaupt ein neuer sein muss. Denn gerade wegen des Wertverlustes sind junge Gebrauchte meist viel billiger als ihre geringe Abnutzung es rechtfertigt.
Genaues Rechnen für Ausstattung und Motor

Die Aufpreispolitik der Autohersteller ist meistens diffus, die Listen für Sonderausstattungen lang. Und hier ist genaues Aufpassen essentiell wichtig. Denn es beginnt damit, dass mehr Motorleistung immer noch die Basis für alle Aufpreise bedeutet. Es gehört aber ebenfalls dazu, dass viele Ausstattungen, die für sich genommen günstig wären, an Pakete oder gar ganze Ausstattungslinien gebunden sind, die das Auto massiv verteuern würden.
Auch hier ist einmal mehr realistisches Einschätzen des „Was brauche ich wirklich?“ wichtig – und gutes Rechnen obendrein. Denn oftmals könnte es auch sein, dass ein Ausstattungspaket in einer niedrigeren Linie viel teurer wäre, als schlicht eine Stufe höher zu gehen, wo dieses Paket inkludiert ist.
Nicht blind finanzieren
Bar bezahlen die wenigsten etwas so teures wie ein Auto. Deshalb sollte man zunächst herausfinden, ob man überhaupt finanzieren oder leasen sollte. Und selbst wenn man sich für ersteres entscheidet, wäre blindes Vertrauen in die Hausbank (des Autohändlers) sträflich. Jede Bank gibt andere Konditionen bei Krediten. Und oftmals gibt es die anderswo viel günstiger als vor der eigenen Haustüre. Drei Banken zu vergleichen, sollte für die Autofinanzierung das Minimum sein.
Hauskauf
Kostenfaktor Lage
Die Lage bestimmt beim Hauskauf wie kaum ein anderer Faktor, wie hoch der Endpreis wird. Klar, wo gute Infrastruktur vor der Haustüre liegt, wollen viele wohnen. Auch hier ist Rechnen das Zauberwort. Und zwar insofern, dass man sich ausrechnet, ob es sich nicht lohnen würde, etwas weiter weg „vom Schuss“ zu bauen. Je nach Fahrtdistanz und mit etwas Umstellung (etwa Großeinkäufe in weiteren Abständen als bisher) kann es das nämlich mit ziemlicher Sicherheit.
Die Bauzinsen
Seit Jahren kennen die Immobilienpreise nur einen Weg: nach oben. Abgesehen von demografischen Faktoren hat das für potenzielle Hausbesitzer vor allem einen Grund. Die Bauzinsen sind seit Monaten im tiefen Keller. Und das sind sie, weil im Endeffekt die Europäische Zentralbank durch ihre Niedrigzinspolitik die Wirtschaft ankurbeln möchte. Erneut wirkt also das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Mehr Menschen können sich durch die niedrigen Zinsen ein Haus leisten, die Nachfrage steigt und somit der Preis.
Bloß begehen viele Hausbauer den Fehler der Übervorsicht. Die Zinsen sind niedrig, also schlagen sie blind zu – es könnte sich ja schnell wieder ändern. Die Realität sieht so aus, dass die Zinsen mindestens so lange niedrig bleiben werden, wie EZB-Präsident Draghi im Amt bleibt, also 2019. Man muss also keine Hektik walten lassen und blind zuschlagen, sondern kann sich sein Häuschen ganz in Ruhe zusammenstellen.
Design und Größe
Und natürlich gibt es auch bei diesem Zusammenstellen ähnliche Fallen wie beim Autokauf. Denn neben der Lage ist auch das Haus selbst, bzw. sein Umfang ein Preisfaktor. Wie viel Haus benötige ich wirklich? Muss es ein Architekten-Massivhaus sein oder will ich nur deshalb keines „von der Stange“, weil es nicht einzigartig wäre? Diese Fragen sollte man sich immer wieder stellen bis hinunter zu Fensterbänken und Bodenbelag.
Zudem sollte auch eine weitere Grundsatzfrage kein Tabu sein (zumindest nicht, wenn man wirklich sparen will). Muss es denn überhaupt ein Neubau sein? Dies ist allein schon deshalb gewichtig, weil so manche Bestandsbauten für weniger Geld mehr Features bieten, angefangen vom größeren Grundstück bis zur Zahl der Räume.
Urlaub
Goldwert: Die Nebensaison
Es gibt nur eine Gruppe von Menschen, die keine Wahl hat, wann sie in Urlaub fährt: Eltern mit schulpflichtigen Kindern. Und solange man nicht dazugehört, sollte man die Hauptsaison meiden wie der Teufel das Weihwasser, denn dann sind die Preise grundsätzlich hoch. Aber: In jedem Urlaubsland sind die Saisons unterschiedlich gestückelt. Daher ist auch hier Vergleichen ein Muss.

Im Dschungel der Vergleichsportale
Apropos Vergleichen. Heute buhlen unzählige Urlaubs-Vergleichsportale um Kunden. Die wenigsten davon arbeiten dabei wirklich transparent. Die Alarmglocken sollten angehen, wenn einen die Seite verwirrt, viel Werbung gezeigt wird und unerklärliche Änderungen am Endpreis entstehen.
Einzeln zuhause statt pauschal im Reisebüro
Aus diesem Grund fährt man nach wie vor am günstigsten, wenn man sich die Reise selbst zusammenstellt – also kein Büro oder Portal dazwischenschaltet, denn Service bedeutet immer Mehrkosten. Ergo sollte die Urlaubsplanung so funktionieren, dass man sich Flug, Hotel und Co. selbst heraussucht und auf deren Webseiten bucht. Das macht etwas Mehrarbeit, spart aber viel.
Möbel
Gefällt dir dieser Ladenhüter?
Möbeltrends ändern sich ebenso wie die von Kleidern. Bloß ist es eine Tatsache, dass hier die Änderungen oft nur marginal sind und erst in der Retrospektive beim Vergleich von alten Wohnstilen richtig auffallen. Deshalb sollte man nie das neueste vom Neuen kaufen – es merkt eh keiner.
Achtung, Fachmarkt
Auch Möbel-Fachmärkte geben gerne Angebotsblättchen heraus. Besonders bei den großen Ketten ist hier Vorsicht geboten. Denn es werden oft starke Rabatte beworben. Die aber resultieren oft daraus, dass die Preise vorher angehoben wurden. In der Realität spart man dann kaum.
Verhandeln

Auch sind Möbelhäuser der ideale Ort, um sein Verhandlungsgeschick auszutesten. Ein einfacher Trick, der die Taktiken der Möbelhändler aushebelt: Vorher verschiedene Möbel gleicher Kategorie aber günstigerem Preis finden und dann beim tatsächlich gewünschten Stück dem Verkäufer die Ausdrucke mit diesen Preisen zeigen und fragen, ob er da mitgeht. Es funktioniert zwar nicht immer, aber oft genug.
Spartricks für jeden Tag
Natürlich spart man, auf den einzelnen Kauf gesehen, bei hochpreisigen Dingen am meisten. Geht es jedoch um das „große Ganze“, sind es die kleinen Dinge, zehn Cent hier, 30 dort, die auf lange Sicht das meiste einsparen.
Im Haushalt
Das eigene Mineralwasser
Wer gerne Sprudelwasser trinkt, hat sich sicher schon mal gefragt, warum auf der einen Flasche „Tafelwasser“ steht und auf der anderen „Mineralwasser“. Die Antwort ist eine ziemliche Mogelpackung. Tafelwasser ist nichts Anderes als industriell abgefülltes Leitungswasser, das mit Kohlensäure und Salzen veredelt wurde. Angesichts der Tatsache, dass dieser Vorgang jedoch für einige hundert Prozent an Preissteigerungen sorgt, sollte man sein Sprudelwasser selbst herstellen – auf den Liter heruntergerechnet kostet das nämlich weniger als einen Cent.
Garten statt Biomarkt
Bio ist trendy. Bloß ist es auch eine Bio-Tatsache, dass diese Gemüseklasse meist teuer ist. Dabei ist das beste Bio immer noch der heimische Garten. Platz für Gemüse ist selbst auf dem Balkon. Und bedenkt man, dass in einem Tütchen Samen für ein paar Euro genug Material für dutzende, manchmal hunderte Tomaten, Gurken und Co. steckt, sollte man keine Gelegenheit ungenutzt lassen, sein eigenes Gemüse herzustellen.
Nur ein Grad runter
Die Fähigkeit des Menschen, Temperaturunterschiede bemerken zu können, ist begrenzt. Ein Grad Celsius können wir sensorisch gar nicht bemerken. Allerdings merkt die Heizung eine solche Reduktion – und quittiert sie mit Einsparungen von sechs Prozent.
Duschen statt baden

120-150 Liter Wasser passen in eine Badewanne, je nachdem wie groß und schwer der Badende ist. Selbst eine Dusche ohne Spar-Brause verbraucht pro Minute aber bloß etwa 14 Liter. Wenn es also nicht gerade um Muskelschmerzen oder eine Grippe geht, sollte man sich lieber fünf Minuten duschen und bares Geld sparen.
Anbietervergleich
Der Wechsel von Energieanbietern war noch nie so einfach wie heute. Das sollte man nutzen, denn viele Anbieter geben nur fürs erste Jahr Rabatt und erhöhen danach kräftig die Preise. Ergo sollte man notfalls jährlich Strom, Gas und Co. einer Überprüfung unterziehen und gegebenenfalls wechseln.
Beim Einkauf
Die Macht des Einkaufszettels
Supermärkte sind wunderbar, denn hier gibt es alles. Aber Supermärkte sind auch ausgeklügelte Kundenfallen. Etwa, indem sie dafür sorgen, dass wir möglichst lange in den Gängen verweilen. Und je länger man sich dort aufhält, desto größer die Zahl von Gelegenheitskäufen „ach, das könnte man ja mitnehmen“.
Wer das verhindern will, braucht Scheuklappen und einen Einkaufszettel. Und nur was dort draufsteht, landet im Wagen.
Kurz vor Ladenschluss
Nicht alles Gemüse wird man auf dem Balkon ziehen können. Aber das, was man zukaufen muss, sollte man vor Ladenschluss besorgen. Am besten samstags oder vor Feiertagen. Dann nämlich preisreduzieren die meisten Läden ihre Frischwarenbestände, weil sie am übernächsten Tag nicht mehr schön aussehen würden (aber dennoch genießbar sind).
Saisonal hat Saison
Wer übrigens gerne viel Geld ausgibt, kauft genau das, worauf er Lust hat – das ganze Jahr über. Wer indes sparen will, druckt sich einen Saisonkalender für Obst und Gemüse aus und richtet seine Einkaufsbemühungen danach.
Preise vs. Inhaltsmenge
Eine Menge Firmen setzen auf das schlechte Gedächtnis des Kunden und verwirren ihn. Da werden Inhaltsmengen reduziert, Packungen vergrößert oder schlicht andere Inhaltsangaben verwendet. Hier den Durchblick zu behalten ist mühevoll, aber möglich:
· Preise und Inhalt von häufig gekauften Produkten notieren und immer abgleichen
· Basispreise (etwa Preis pro 100g oder 100ml) ausrechnen und am Warenregal nachrechnen
· Bei „Mehr Inhalt“-Werbung wieder auf den Grundpreis zurückrechnen, um den Preisanstieg zu finden
Das ist zugegeben Fleißarbeit, aber schon nach wenigen Einkäufen hat man meist den Bogen raus.
Die Bück- und Streckzonen
Was teuer ist, liegt meist direkt im Blickfeld des Kunden, das wissen viele bereits. Es geht aber noch weiter. Die Befüllung von Supermarktregalen ist auf Rechtshänder (die Majorität der Deutschen) ausgelegt. Oft ist Günstigeres also links zu finden, weil man dorthin als erstes schaut. Und oberhalb der „Hochpreiszone“ stehen meist die günstigsten Waren.

Satt einkaufen
Ein satter Bauch kauft nicht gern ein. Wer das nicht glaubt, sollte mit knurrendem Magen in den Supermarkt gehen. Es wird einem alles verführerisch lecker vorkommen. Deshalb: Immer vor dem Einkauf einen kleinen Snack zu sich nehmen. Schon ein Glas Wasser füllt den Bauch ausreichend.
Nicht den Tricks aufsitzen
Preise ändern sich ständig. Es liegt in der Natur der Sache, dass die meisten dann einkaufen, wenn sie Feierabend haben oder am Wochenende. Sofern man es irgendwie vermeiden kann, sollte man jedoch nicht zu diesen Stoßzeiten gehen, sondern außerhalb davon. Natürlich kann man sich angesichts all der genannten Tricks fragen, ob es überhaupt einen Sinn macht, sich anzustrengen. Ja, das tut es. Man muss einfach nur das Gesamtbild im Auge behalten und nicht die kurzfristige Ersparnis.
Bei der Fortbewegung
Die meisten Käufer von Gebrauchtwagen kennen den Anzeigenspruch „immer nur Langstrecke gefahren“. Warum? Weil Kurzstrecken regelrechte Killer fürs Auto sind und zudem für erheblichen Mehrverbrauch sorgen.
Man muss zwar nicht für jeden Weg aufs Fahrrad umsatteln, aber für alles unter fünf Kilometern ist es ratsam. Schon wenn man den Drahtesel nur bei schönem Wetter benutzt, werden Autoverschleiß und Verbrauch reduziert.
Luftdruck und Fahrweise
Je weniger Luft in einem Reifen, desto größer seine Kontaktfläche mit der Fahrbahn. Gut für den Grip, schlecht für den Verbrauch, denn das erhöht den Rollwiderstand – der Motor muss mehr leisten, um das Auto fortzubewegen. Gut ist es, bei den Herstellerangaben (Tankdeckel oder B-Säule der Fahrertür)
zu bleiben. Optimal ist es jedoch, diesen Werten 0,1 bis 0,3 Bar aufzuschlagen. Das reduziert nicht die Sicherheit, wohl aber den Rollwiderstand.
Und weil nicht jeder noch aus der Fahrschule weiß, wie er wirklich spritsparend fährt, empfiehlt es sich, sich zum nächsten Geburtstag einen Spritspar-Fahrkurs schenken zu lassen.

ÖPNV – nicht automatisch sparsam
Viele Pendler schwören auf Bus und Bahn zum Sparen. Allerdings sollte man sich hüten, diese Aussage als pauschal anzusehen. Auf allen Streckenformen kommt es darauf an, was man für ein Ticket bezahlt. Und das erfordert einmal mehr Rechnen. Aber es zeigt, dass oft das Auto (und auf Kurzstrecken erst recht das Fahrrad) die günstigere Alternative ist.
Das kann man auch selber machen
Werkstätten sind teuer und nicht jeder ist ein geschickter Schrauber. Dennoch gibt es einiges, was der Autofahrer sparsam selbst erledigen kann. Etwa:
· Ölstand kontrollieren und ergänzen
· Urlaubscheck für den Wagen
· Sommer- und Winterräder selbst wechseln
· Auto in Eigenregie aufbereiten
All das kostet beim Profi Geld. Selbermachen kostet indes nur Zeit und die hier benötigten Werkzeuge hat jeder zuhause.
Vollkasko – voll überflüssig?
Ein weiterer Punkt betrifft die Versicherung. Klar möchte man optimal abgesichert sein. Aber um zu sparen, ist auch eine eigene Risikoanalyse fällig. Sobald ein Auto ein bestimmtes Lebensalter überschritten hat, ist eine Vollkasko-Versicherung daher nicht mehr ratsam. Erst recht, wenn es sich um eine mit hoher Eigenbeteiligung handelt.
Tankstellenvergleich – aber nur ohne Umwege
Der letzte Auto-Sparpunkt betrifft dessen Lebenselixier, Kraftstoff. Die meisten Tankstellen erhöhen zum Feierabend die Preise, über Nacht und den Folgetag schmelzen diese dann wieder. Generell tankt man also am frühen Nachmittag am günstigsten.
Aber auch in Zeiten von Tankstellen-Vergleichs-Apps sollte man es damit nicht übertreiben. Denn immer gehört dazu auch eine realistische Analyse des Einsparpotenzials. Wenn man, um zur fünf Cent billigeren Tankstelle zu gelangen, Kraftstoff im Wert von zwei Euro verfährt, ist die Einsparung so marginal, dass sie sich nicht wirklich lohnt.
Zusammenfassung und Fazit
Sparen ist nicht schwer, auch ohne dass man sich buchstäblich alles verkneift. Für die allermeisten Fälle hilft eine Kombination aus Frechheit und der Mühe, die man ins Vergleichen investiert. Kombiniert man dies mit der erlernbaren Fähigkeit, nicht auf Lockangebote hereinzufallen, ist alles vorhanden, was es braucht, um es im Portemonnaie fröhlich klimpern zu lassen.
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