Pforzheim (pm/tk) – Die Wirtschaftskrise in der Metallindustrie trifft einen großen Arbeitgeber im Enzkreis: Die Witzenmann-Gruppe streicht Hunderte Jobs.
Die Witzenmann-Gruppe mit Sitz in Pforzheim hat angekündigt, 230 Stellen an ihren drei Standorten in der neue welle-Region abzubauen. Das Unternehmen reagiert laut einer Pressemitteilung damit auf die anhaltende Konjunkturschwäche im europäischen Heimatmarkt und einen spürbaren Umsatzrückgang.
Nach Angaben des Unternehmens habe man sich „nach langen und intensiven Verhandlungen“ zwischen dem Verband Südwestmetall und der Gewerkschaft IG Metall auf ein Maßnahmenpaket geeinigt. Ziel sei es, betriebsbedingte Kündigungen möglichst zu vermeiden. Grundlage dafür sei ein Ergänzungstarifvertrag, der einen sozial verträglichen Stellenabbau ermöglichen soll. Der Abbau soll laut Pressemitteilung über ein Freiwilligenprogramm erfolgen. Vorgesehen seien unter anderem Altersteilzeit, Vorruhestandsregelungen und Abfindungen.
Die Witzenmann GmbH ist auf die Verarbeitung von Metall spezialisiert, etwa für Metallschläuche, Kompensatoren und Bauteile für Verbrennungsmotoren. Weltweit beschäftigt die Unternehmensgruppe rund 4.400 Menschen.
Nach einem Bericht der „Badischen Neuesten Nachrichten“ sind am Stammsitz Pforzheim derzeit rund 1.650 Beschäftigte tätig. Der Abbau von 230 Stellen entspreche damit fast 14 Prozent der Belegschaft. Betroffen seien neben dem Hauptsitz in Pforzheim auch die Standorte in Kieselbronn und Remchingen im Enzkreis.