Karlsruhe (pm/tk) – Am heutigen letzten Tag der Live-Performance ist von 12 bis 17 Uhr Open House. Auch Ihr könnt die Kuppel betreten, in der die vergangenen Wochen drei AstronautInnen ausgeharrt haben.
Am letzten Tag der Mission öffnet sich die Kuppel des MARS!-Habitats für Besucher. Beim Open House Day am 27. Oktober können Interessierte das Habitat betreten, die Ausstattung der Mission begutachten und mit den ZKM-Astronaut:innen ins Gespräch kommen.
Bei Führungen durch das Habitat gibt die Crew Einblicke in ihren Alltag auf engem Raum und mit begrenzten Ressourcen. Die ZKM-Astronaut:innen führen durch die Kuppel und berichten aus ihrem digitalen Logbuch: Welche Fragen haben sie untersucht? Wie organisieren sie das Zusammenleben auf engem Raum? Und welche Erkenntnisse nehmen sie aus dem Experiment mit?
Gut zwei Wochen haben drei ZKM-Astronaut:innen in einer weißen Kuppel auf dem Karlsruher Marktplatz ein Leben auf dem Mars simuliert. Zu Wasser- und Energieversorgung liegen bereits erste Forschungsergebnisse vor, das weitgehend autarke Leben fordert die Crew jedoch heraus.
Die Resonanz des Projekts übertrifft laut ZKM die Erwartungen. Hunderte Chat-Nachrichten, die von Interessierten über die Projektwebsite in die Kuppel gesendet wurden, hat die Besatzung beantwortet – auf Deutsch, Englisch oder Französisch.
Die Kuppel auf dem Marktplatz sorgt in allen Generationen für Aufmerksamkeit: Familien mit Kindern ebenso wie Jugendliche, Erwachsene und Senior:innen beobachten durch das drei Meter große Rundfenster die Geschehnisse im MARS!-Habitat.
Insbesondere die tägliche Diskussionsstunde der Crew und die Außenmission – bei der die ZKM-Asztonaut:innen in Weltraumanzügen auf den Marktplatz herumwandern – sind Publikumsmagnete.
Zum Projektende wird eine Videodokumentation online veröffentlicht. Die Ergebnisse der Performance sowie der vorangegangenen Workshops sollen außerdem künstlerisch aufgearbeitet und gesichert werden.
Die Dauerperformance bildet den Abschluss des Projekts MARS! Mobilizing Awareness for Resilient Societies, das sich mit der Frage auseinandersetzt, wie ein Leben auf dem Mars als gemeinschaftliches, demokratisches Vorhaben denkbar wäre.
Im Laufe des Projekts wurde schnell deutlich: Alle Fähigkeiten, die für eine demokratische Marsbesiedlung gebraucht werden, sind auch auf der Erde von Nutzen, um mit den Folgen des Klimawandels umzugehen.
So ist das Ziel von MARS! letztlich gar nicht, fremde Planeten zu erobern. Es geht darum, wirkungsvolle Methoden für den Umgang mit einer klimaveränderten Erde zu entwickeln und ein öffentliches Bewusstsein für dieses zentrale gesellschaftliche Thema zu schaffen.
Die fiktive Marsbesiedlung dient als Perspektivwechsel: Sie macht sichtbar, welche ökologischen, sozialen und politischen Veränderungen notwendig sind, um nachhaltige Lebensräume zu gestalten.