Birmingham (dpa/tk) – Kugelstoßerin Yemisi Mabry – aufgewachsen in Bellheim – gewinnt Edelmetall bei der Leichtathletik-Europameisterschaft.
Dekoriert mit Bronze fand Kugelstoßerin Yemisi Mabry nach dem richtigen Dreh auch noch den für sie passenden Refrain. Nach ihrem Erfolg bei den Leichtathletik-EM in Birmingham sang die gläubige Christin zum Abschluss ihres Interview-Marathons vor einer ganz Reporterschar leidenschaftlich und gelöst ihren Bronze-Song «The Joy of the Lord is my Strength». Übersetzt: «Die Freude des Herrn ist meine Stärke».
Zuvor bescherte Mabry dem deutschen Leichtathletik-Team bei den Titelkämpfen in Großbritannien einen guten Start. Mit 19,50 Metern landete sie auf dem dritten Platz und sorgte somit für die erste deutsche Medaille. Mabry, die seit Frühjahr verheiratet ist, war vor zwei Jahren unter ihrem Mädchennamen Ogunleye Sensationsolympiasiegerin in Paris geworden.
Mabry musste sich der überragenden Europameisterin Jessica Schilder (20,73 Meter) aus den Niederlanden und deren Teamkollegin Jorinde van Klinken (19,64 Meter) geschlagen geben. «Mit 19,50 Metern und einer Medaille nach Hause zu gehen, darüber bin ich sehr froh», erklärte Mabry – auch, wenn sie nicht an ihre Freiluft-Saisonbestleistung von 19,93 Metern herankam.
Ihr zweites EM-Bronze nach Rom 2024 feierte die 27-Jährige mit der Familie, die Mabry im Stadion unterstützt hatte. Es sei «total schön» gewesen, betonte die Athletin. «Das hat mir viel bedeutet, dass sie die Reise auf sich genommen haben und mich bei jedem Stoß angefeuert haben, mitgefiebert haben und mitgetragen haben.»