Luftqualität in Deutschland: Gute Nachrichten, aber noch Luft nach oben

17. März 2026 , 04:36 Uhr

Region (dpa/dk) – Die Luftqualität in Deutschland hat sich nach Angaben des Umweltbundesamtes weiter positiv entwickelt. Im Jahr 2025 wurden demnach alle Grenzwerte der Europäischen Union eingehalten. Gleichzeitig macht die Behörde aber klar: Für die künftig strengeren Vorgaben sind weitere Verbesserungen nötig.

Alle EU-Grenzwerte 2025 eingehalten

Das Umweltbundesamt erklärt, dass die Luftqualität in Deutschland im vergangenen Jahr allen Anforderungen der Europäischen Union entsprochen hat. Präsident Dirk Messner sagt: „Mit der Einhaltung aller Grenzwerte setzt sich 2025 die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort.“

Grundlage ist eine vorläufige Auswertung von Messdaten. Erhoben wurden diese an rund 600 Messstationen in ganz Deutschland.

Feinstaub und Stickstoffdioxid weiter unter den Vorgaben

Für Feinstaub wurden die Grenzwerte laut Umweltbundesamt damit bereits das achte Jahr in Folge eingehalten. Beim Stickstoffdioxid war es das zweite Jahr in Folge.

Im Durchschnitt lag die Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid 2025 aber höher als in den Jahren zuvor. Wie stark die Luft belastet ist, hängt unter anderem auch von Temperaturen und Wetter ab.

Ab 2030 gelten strengere Grenzwerte

Trotz der positiven Entwicklung sieht das Umweltbundesamt weiter Handlungsbedarf. Ab 2030 gelten strengere Grenzwerte in der EU. Beim Stickstoffdioxid sinkt der einzuhaltende Wert von derzeit 40 Mikrogramm pro Kubikmeter auf die Hälfte.

Auch beim Feinstaub muss der Wert nach Angaben der Behörde deutlich weiter sinken, damit die neue EU-Richtlinie eingehalten werden kann.

Viele Messstationen erreichen die künftigen Werte noch nicht

Die aktuellen Daten zeigen laut Umweltbundesamt, dass an rund 39 Prozent der Messstationen die strengeren Grenzwerte noch nicht erreicht werden.

Die Behörde geht aber davon aus, dass Verbesserungen dazu führen können, dass es nur noch vereinzelt zu Überschreitungen kommt. Eine flächendeckende Einhaltung aller Grenzwerte in Deutschland könne voraussichtlich bis zum Jahr 2035 erreicht werden.

Ziel: Luftverschmutzung bis 2050 deutlich senken

Bis 2050 sollen die Schadstoffe in der Luft so weit reduziert werden, dass die Verschmutzung laut Umweltbundesamt nicht mehr schädlich für Mensch und Umwelt ist.

UBA-Präsident Dirk Messner betont, dass jede Verbesserung der Luftqualität auch das Gesundheitsrisiko für die Gesamtbevölkerung senkt. Die endgültigen Daten zur Luftqualität aus dem Jahr 2025 in Deutschland sollen Mitte 2026 vorliegen.

Anzeige
Dirk Messner EU-Grenzwerte Feinstaub Gesundheit Luftqualität 2025 Luftqualität Deutschland Luftverschmutzung Messstationen Stickstoffdioxid Umwelt Umweltbundesamt

Das könnte Dich auch interessieren

22.06.2026 Eichenprozessionsspinner in Pforzheim: Gefahr momentan besonders hoch Pforzheim (pm/svs) - Sie sind haarig und ganz schön gefährlich: In Pforzheim sind in den vergangenen Tagen vermehrt starke Befälle von Eichenprozessionsspinnern festgestellt worden. Die Stadt hat betroffene Bereiche bereits kontrolliert und durch Fachfirmen behandeln lassen. Trotzdem gilt weiter: Abstand halten und Warnhinweise ernst nehmen.  22.06.2026 Wie ihr trotz der Hitze einen kühlen Kopf bewahrt Baden-Württemberg (dpa/tk) - "Die Hitze geht in die Verlängerung!", heißt es vom Deutschen Wetterdienst. Nach Temperaturen von bis zu 38 Grad am Sonntag startet auch die neue Woche mit hochsommerlichen Werten. Rasche Abkühlung ist nicht in Sicht - auch nicht in der Nacht. Wie könnt ihr der Hitze entkommen? Mit ein paar Tricks lässt sie sich cool meistern: 21.06.2026 Kräuter, Kleidung, Moskitonetze - Tipps gegen Schnakenstiche Karlsruhe (tk) - So schön der Sommer auch ist, so nervig sind die Schnaken. Dieses Jahr haben wir immerhin noch keine Plage, was sich allerdings schnell ändern kann. Die Schnakenjäger der Kabs sind aber voll im Einsatz. Sollten die nervigen Biester doch auftauchen, so könnt Ihr ihren lästigen Stichen vorbeugen: 11.06.2026 Blutspende rettet Leben – das solltet ihr wissen! Region (dpa/dk) - Am Sonntag war Weltblutspendetag. Eine Blutspende kann Leben retten – und doch wissen viele nicht genau, wie sie selbst helfen können oder ob sie überhaupt infrage kommen. Zum Weltblutspendetag haben wir für euch die wichtigsten Fakten und Antworten rund um das Thema Blutspende auf einen Blick.