Region (dpa/dk) – Die Luftqualität in Deutschland hat sich nach Angaben des Umweltbundesamtes weiter positiv entwickelt. Im Jahr 2025 wurden demnach alle Grenzwerte der Europäischen Union eingehalten. Gleichzeitig macht die Behörde aber klar: Für die künftig strengeren Vorgaben sind weitere Verbesserungen nötig.
Das Umweltbundesamt erklärt, dass die Luftqualität in Deutschland im vergangenen Jahr allen Anforderungen der Europäischen Union entsprochen hat. Präsident Dirk Messner sagt: „Mit der Einhaltung aller Grenzwerte setzt sich 2025 die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort.“
Grundlage ist eine vorläufige Auswertung von Messdaten. Erhoben wurden diese an rund 600 Messstationen in ganz Deutschland.
Für Feinstaub wurden die Grenzwerte laut Umweltbundesamt damit bereits das achte Jahr in Folge eingehalten. Beim Stickstoffdioxid war es das zweite Jahr in Folge.
Im Durchschnitt lag die Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid 2025 aber höher als in den Jahren zuvor. Wie stark die Luft belastet ist, hängt unter anderem auch von Temperaturen und Wetter ab.
Trotz der positiven Entwicklung sieht das Umweltbundesamt weiter Handlungsbedarf. Ab 2030 gelten strengere Grenzwerte in der EU. Beim Stickstoffdioxid sinkt der einzuhaltende Wert von derzeit 40 Mikrogramm pro Kubikmeter auf die Hälfte.
Auch beim Feinstaub muss der Wert nach Angaben der Behörde deutlich weiter sinken, damit die neue EU-Richtlinie eingehalten werden kann.
Die aktuellen Daten zeigen laut Umweltbundesamt, dass an rund 39 Prozent der Messstationen die strengeren Grenzwerte noch nicht erreicht werden.
Die Behörde geht aber davon aus, dass Verbesserungen dazu führen können, dass es nur noch vereinzelt zu Überschreitungen kommt. Eine flächendeckende Einhaltung aller Grenzwerte in Deutschland könne voraussichtlich bis zum Jahr 2035 erreicht werden.
Bis 2050 sollen die Schadstoffe in der Luft so weit reduziert werden, dass die Verschmutzung laut Umweltbundesamt nicht mehr schädlich für Mensch und Umwelt ist.
UBA-Präsident Dirk Messner betont, dass jede Verbesserung der Luftqualität auch das Gesundheitsrisiko für die Gesamtbevölkerung senkt. Die endgültigen Daten zur Luftqualität aus dem Jahr 2025 in Deutschland sollen Mitte 2026 vorliegen.