Karlsruhe (pm/dk) – Jetzt ist die Zukunft von Louey Ben Farhat geklärt: Das KSC-Eigengewächs wechselt fest zum Bundesligisten SC Freiburg. Gleichzeitig wird der 20-Jährige für die laufende Saison zurück nach Karlsruhe verliehen und trägt damit zunächst weiter das Trikot des KSC.
In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es zahlreiche Gerüchte um die Zukunft des Offensivspielers gegeben. Am Dienstag, dem letzten Tag des Sommertransferfensters, einigten sich der Karlsruher SC und der SC Freiburg schließlich auf ein Transfermodell aus festem Wechsel und direkter Rückleihe.
KSC-Geschäftsführer Sport Mario Eggimann bewertet die Lösung positiv:
„Louey hat sich diesen Schritt verdient. Der KSC erzielt ein Paket, das den Wert seiner Entwicklung widerspiegelt – inklusive einer Beteiligung an seinem weiteren Weg. Dass er zunächst leihweise bei uns bleibt, gibt uns die Möglichkeit, den Übergang geordnet zu gestalten. Dieser Transfer bestätigt unseren Weg: eigene Talente entwickeln, ihnen im richtigen Moment den nächsten Schritt ermöglichen und den KSC damit sportlich wie wirtschaftlich stärken. Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer aKAdemie. Sie haben Loueys Entwicklung über Jahre geprägt und legen das Fundament für solche Erfolgsgeschichten“
Wie hoch die Ablöse tatsächlich ausfällt, teilte der KSC nicht mit.
Medienberichten zufolge soll die feste Ablösesumme bei rund 7,5 Millionen Euro liegen. Dazu könnten Bonuszahlungen von bis zu 2,5 Millionen Euro kommen.
Außerdem soll sich der KSC bei einem späteren Weiterverkauf von Ben Farhat eine Beteiligung von 20 Prozent gesichert haben.
Für den Karlsruher SC ist der Wechsel auch ein weiterer Beleg für die eigene Nachwuchsarbeit. Ben Farhat kam bereits in der U17 zum KSC und wurde in der eigenen Akademie ausgebildet.
Michael Becker, Sprecher der Geschäftsführung, ordnet den Transfer entsprechend ein:
„Ein Transfer in dieser Größenordnung wäre für den KSC vor einigen Jahren noch unvorstellbar gewesen. Der Verkauf von Louey ist nach den Transfers von Max Weiß und David Herold ein weiterer eindrucksvoller Beleg dafür, dass unsere Strategie nachhaltig Früchte trägt. Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und die erzielten Erlöse verantwortungsvoll, mit Bedacht und klarem Blick auf die langfristige Entwicklung des KSC einsetzen, ohne ins Casino zu gehen“
Der gebürtige Waiblinger wechselte noch vor seinem 16. Geburtstag von den Stuttgarter Kickers in die grenke aKAdemie des KSC.
Im März 2024 feierte Ben Farhat mit 17 Jahren sein Debüt in der 2. Bundesliga. Drei Monate später unterschrieb er seinen ersten Profivertrag.
Seitdem kommt der Deutsch-Tunesier auf 36 Pflichtspieleinsätze in der 2. Bundesliga und im DFB-Pokal. Dabei sammelte er insgesamt 1.886 Spielminuten, erzielte neun Tore und bereitete fünf weitere Treffer vor.
Trotz des festen Wechsels nach Freiburg bleibt Ben Farhat dem KSC in der laufenden Saison erhalten.
Direktor Profifußball Timon Pauls sagt dazu:
„Für alle Beteiligten ist es wichtig, dass nun Gewissheit und Planungssicherheit herrschen. Auch wenn Louey bereits seit mehreren Jahren dabei ist, dürfen wir nicht vergessen, dass er erst 20 Jahre alt ist. Die vergangenen Monate waren für ihn sicherlich nicht einfach. Umso mehr freuen wir uns, dass wir ihn auch in den kommenden Monaten bei uns haben werden. Seine Unbekümmertheit, sein Tempo und seine Abschlussqualitäten sind für unser Spiel von enormer Bedeutung“
Damit bleibt Ben Farhat zunächst ein wichtiger Bestandteil des KSC-Kaders – obwohl seine sportliche Zukunft bereits beim SC Freiburg liegt.