Freudenstadt (dpa/dk) – Erst die große Liebe, dann die bittere Erkenntnis: Im Raum Freudenstadt sind zwei Frauen Opfer sogenannter Liebesbetrüger geworden. Die Täter bauten über das Internet Vertrauen auf – und kassierten am Ende jeweils hohe Geldbeträge.
Wie die Polizei mitteilt, lernte eine 66-jährige Frau über ein soziales Netzwerk einen Mann kennen, der sich als US-Amerikaner ausgab. Im Laufe der virtuellen Beziehung bat er sie immer wieder um Geld – angeblich für Reparaturen. Gleichzeitig setzte er die Frau emotional unter Druck und drohte mit dem Ende der Beziehung, falls sie nicht zahle. Über einen Zeitraum von rund einem Jahr überwies die 66-Jährige ihrem vermeintlichen Freund rund 20.000 Euro in die USA.
Ein ähnlicher Fall ereignete sich bei einer 55-jährigen Frau. Auch sie lernte den Betrüger über eine Online-Plattform kennen. Der Mann stellte sich als amerikanischer Kinderarzt dar, der sich auf einem Auslandseinsatz befinde. Mit erfundenen Geschichten brachte er die Frau dazu, ihm ebenfalls Geld zu überweisen. Der Schaden liegt auch hier bei knapp 20.000 Euro.
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor dem sogenannten Love-Scamming. Dabei geben sich Betrüger im Internet unter falscher Identität als potenzielle Partner aus, bauen gezielt eine emotionale Bindung auf und erfinden anschließend Notlagen, um Geld zu fordern. Die Täter agieren oft über längere Zeit und nutzen das Vertrauen ihrer Opfer konsequent aus.
Die Polizei rät, bei Online-Bekanntschaften vorsichtig zu sein und niemals Geld an Personen zu überweisen, die man nur aus dem Internet kennt – unabhängig davon, wie glaubwürdig oder vertraut die Beziehung erscheint.