Lichtermeer auf dem Pforzheimer Marktplatz

24. Februar 2026 , 04:50 Uhr

Pforzheim (pm/tk) – In Pforzheim ist dem 81. Jahrestag des verheerenden Luftangriffs im Zweiten Weltkrieg gedacht worden. Am 23. Februar 1945 starben innerhalb kurzer Zeit 18.000 Menschen und die Stadt wurde beinahe vollständig zerstört.

Mit Kerzenlicht für den Frieden

Zum Ausklang des 81. Jahrestags der Bombardierung Pforzheims haben rund 300 Menschen ein klares Zeichen für Frieden und Zusammenhalt auf dem Marktplatz gesetzt. Wie es bereits Tradition ist, entzündeten die Besucherinnen und Besucher im Zeitraum der damaligen Bombardierung zwischen 19.48 Uhr und 20.10 Uhr hunderte Kerzen und verwandelten den oberen Marktplatz in ein friedvolles Lichtermeer. Das stille Gedenken an die Opfer wurde vom Läuten der Pforzheimer Kirchenglocken begleitet. Auf die Fassade des Neuen Rathauses wurden zudem die Friedenstaube und Bilder des zerstörten Pforzheims und weiterer im Krieg zerstörter Städte projiziert.

Erinnern, Gedenken, Gestalten

Das Abendgedenken begann mit einer Begrüßung durch Dekanin Christiane Quincke. Es folgte ein musikalischer Beitrag von Selda Falke und Alexander Wolfinger, anschließend verlasen Mitglieder des Internationalen Beirats die vom Arbeitskreis 23. Februar entworfene und vom Gemeinderat beschlossene Erklärung zum 23. Februar. Darin wird unter dem Motto „Erinnern – Gedenken – Gestalten“ die gemeinsame Haltung zum Gedenktag zum Ausdruck gebracht.

OB Boch: Endpunkt einer Reihe von Ereignissen

Im Anschluss an die Erklärung hielt Oberbürgermeister Peter Boch seine Ansprache auf dem Marktplatz und bedankte sich bei den vielen anwesenden Bürgerinnen und Bürgern für ihr Kommen und den Beteiligten für ihre Arbeit am Programm des Gedenktages. Er betonte, die Bombardierung der Stadt am 23. Februar 1945 sei nicht unvermittelt geschehen. Sie sei vielmehr der Endpunkt einer Reihe von Ereignissen gewesen, die in der Weimarer Republik ihren Anfang genommen hatten.

„Mit diesem Teil unserer Stadtgeschichte setzen wir uns auseinander. Daraus leiten wir unsere eigene Verantwortung für die Gestaltung einer menschenwürdigen, demokratischen und friedlichen Gesellschaft ab“, betonte Boch. „Pforzheim ist eine internationale Stadt, die sich ihrer wechselvollen Geschichte bewusst ist und die verantwortungsbewusst damit umgeht“, sagte Boch. Das sei das Zeichen, das von diesem Abend ausgehen solle.

Zum Abschluss wurde der traditionelle Interreligiöse Segen von Mitgliedern des Rats der Religionen gesprochen.

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