Landtagswahl in Baden-Württemberg: Grüne ziehen mit CDU gleich

06. März 2026 , 05:10 Uhr

Stuttgart (dpa/tk) – Letzte Umfrage vor der Wahl: Wenige Tage vor der Abstimmung in Baden-Württemberg ist der Ausgang so offen wie nie. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass am Sonntag sowohl CDU als auch Grüne reale Chancen auf den Sieg haben. Es deutet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Manuel Hagel (CDU) und Cem Özdemir (Grüne) an.

Beide mit 28 Prozent

Im ZDF-«Politbarometer Extra» liegen CDU und Grüne beide mit 28 Prozent gleichauf. Damit haben die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir in der Wählergunst erneut zugelegt und den Abstand zur lange führenden CDU geschlossen.

In der letzten «Politbarometer»-Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen vom vergangenen Freitag hatten die Grünen noch bei 25 Prozent gelegen. Die CDU von Spitzenkandidat Manuel Hagel hat der Umfrage zufolge im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls einen Prozentpunkt zugelegt. Über Monate hatte die CDU aber teils deutlich vor den Grünen gelegen, die mit Winfried Kretschmann derzeit noch den Regierungschef stellen. Kretschmann tritt nicht wieder an.

Viele Wähler noch unentschieden

Nach Angaben der Meinungsforscher sind aber weiter größere Veränderungen noch möglich. 32 Prozent der Befragten wüssten noch nicht sicher, ob und wen sie wählen wollen.

Für die repräsentative Umfrage des ZDF-Politbarometers wurden von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen 1.069 Wahlberechtigte in Baden-Württemberg zwischen dem 4. und 5. März befragt. Die Fehlertoleranz liegt zwischen zwei und drei Prozentpunkten.

Für FDP und Linke könnte es eng werden

Verluste müssen der Umfrage zufolge die kleineren Parteien hinnehmen. Die SPD käme demnach derzeit auf 8 Prozent und verliert erneut einen Prozentpunkt im Vergleich zum letzten ZDF-«Politbarometer». Für FDP und Linke könnte es knapp werden mit dem Einzug in den Landtag. Beide Parteien sieht die Umfrage bei 5,5 Prozent und damit nur ganz knapp über der Fünf-Prozent-Hürde. Die AfD käme mit 18 Prozent weiter auf den dritten Platz.

Grüne und CDU regieren seit 2016 im Südwesten gemeinsam. Auf die Frage, wen die Wähler am liebsten als neuen Ministerpräsidenten hätten, sieht die Umfrage wenig Veränderung. Özdemir hat demnach mit 47 Prozent weiter die Nase vorn. Hagel kommt auf 24 Prozent, Markus Frohnmaier von der AfD auf 8 Prozent.

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Umfragen spiegeln grundsätzlich nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

33
Anzeige
AfD Baden-Württemberg CDU Cem Özdemir FDP GRÜNE Kretschmann Landtagswahl LINKE Manuel Hagel Ministerpräsident Politbarometer Sonntag, SPD Umfrage Wahl

Das könnte Dich auch interessieren

03.03.2026 So sicher ist die Landtagswahl im Südwesten Stuttgart (dpa/tk) - China, Russland, USA – Experten warnen vor der Einflussnahme auf Wahlen auch in Deutschland. Wie wird die Landtagswahl in Baden-Württemberg vor Betrug geschützt? 27.02.2026 Landtagswahl in Baden-Württemberg: Grüne in Umfrage fast gleichauf mit CDU Stuttgart (dpa/tk) - Bislang sah es im Südwesten so aus, als sei die Wahl schon so gut wie gelaufen. Monatelang lag die CDU in Umfragen deutlich vor den Grünen. Nun deutet eine Erhebung neue Spannung im Wahlkampf an. 09.03.2026 Grüne knapp vor CDU - Was hinter dem Wahlbeben in Baden-Württemberg steckt Stuttgart (dpa/tk) - Die Wahl in Baden-Württemberg ist gelaufen, die Grünen haben mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen. Die CDU verpasst knapp den Sieg. Die AfD verdoppelt ihr Ergebnis. SPD und FDP liegen in Trümmern. Was Ihr wissen müsst, um heute auf der Arbeit mitreden zu können. 08.03.2026 Hochrechnungen: Grüne knapp vor CDU in Baden-Württemberg Stuttgart (svs/dpa) - Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg liegen die Grünen ersten Hochrechnungen zufolge vor der CDU. Die AfD wird drittstärkste Kraft und kann ihr Wahlergebnis etwa verdoppeln. Die SPD schafft es demnach nur knapp ins Landesparlament. Die FDP und die Linke sind den ersten Hochrechnungen nicht im neuen Landtag vertreten. Die SPD stürzt auf ein historisches Tief bei Landtagswahlen bundesweit