Lkr. Freudenstadt (pm/ms) – Rund 1.400 Menschen im Landkreis Freudenstadt brauchen Unterstützung durch einen rechtlichen Betreuer. Weil Angehörige und Ehrenamtliche diese Aufgabe immer seltener übernehmen können, werden Berufsbetreuer immer wichtiger. Wer sich für diese Tätigkeit interessiert, kann sich Anfang Juli im Landratsamt informieren.
Das Sozialamt im Landkreis Freudenstadt sucht engagierte Berufsbetreuer. Sie vertreten volljährige Personen rechtlich, wenn diese wegen Erkrankungen oder Behinderungen nicht selbstständig handeln können.
Zu den zentralen Aufgaben gehören finanzielle Angelegenheiten, die Einwilligung in medizinische Maßnahmen, die Beantragung von Leistungen und die Organisation von Hilfen. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Wünsche und Bedürfnisse der betreuten Person.
Berufsbetreuer arbeiten selbstständig und werden nach Fallpauschalen vergütet. Wie viele Betreuungen übernommen werden und wie groß der zeitliche Umfang ist, kann flexibel gestaltet werden.
Außerdem gibt es die Möglichkeit, als Vereinsbetreuer beim DRK-Betreuungsverein zu arbeiten. Diese Beschäftigungen sind ab einem Umfang von 50 Prozent möglich und werden nach Tarifvertrag vergütet.
Gesucht werden Personen mit einem abgeschlossenen Studium in Sozialer Arbeit, Sozialpädagogik oder Rechtswissenschaften. Alternativ ist auch eine berufliche Qualifikation mit Sachkundenachweis nach § 8 Betreuerregistrierungsverordnung möglich.
Der Landkreis Freudenstadt beteiligt sich mit bis zu 50 Prozent an den Kosten für den Sachkundenachweis, wenn zehn oder mehr Berufsbetreuungen im Kreis Freudenstadt geführt werden.
Die Betreuungsbehörde lädt am 7. Juli 2026 ab 18 Uhr zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Berufsbetreuung“ ein.
Die Veranstaltung findet im Raum 201, Herrenfelder Straße 14, Hesselbarthhaus, Sozialamt statt. Interessierte bekommen dort einen Einblick in das Tätigkeitsfeld und können mit Mitarbeitenden der Behörde und des Vereins ins Gespräch kommen.