Calw (svs/pm) – Die anhaltende Trockenheit hat Folgen für den Landkreis Calw: Ab Freitag, 3. Juli 2026, wird die Wasserentnahme aus Flüssen, Bächen und anderen oberirdischen Gewässern deutlich eingeschränkt. Die Regelung gilt bis einschließlich 15. Oktober 2026.
Nach Angaben des Landratsamts Calw sind die Wasserstände und Abflüsse in den Flüssen und Bächen im Landkreis wegen der bisherigen trockenen und heißen Witterung auf kritische Werte gefallen. Gleichzeitig steigen bei niedrigen Wasserständen auch die Wassertemperaturen bedenklich an.
Das belastet die Natur stark: Fische, Kleinstlebewesen und Pflanzen geraten zunehmend unter Stress. Jeder fehlende Liter Wasser kann laut Landratsamt darüber entscheiden, ob Lebensräume erhalten bleiben oder unwiederbringlich geschädigt werden.
Die Abteilung Umwelt- und Arbeitsschutz des Landratsamts Calw weist darauf hin, dass Wasserentnahmen wegen der Niedrigwasserlage ab Freitag, 3. Juli 2026, bis einschließlich 15. Oktober 2026 im Rahmen des Gemeingebrauchs verboten sind.
Betroffen sind oberirdische Gewässer wie Flüsse, Bäche, Gräben, Quellen, Seen und Teiche.
Ganz verboten ist der Umgang mit Wasser aus den Gewässern aber nicht. Weiterhin zulässig ist das Schöpfen von Wasser mit Handgefäßen wie Gießkannen oder Eimern. Auch die Wasserentnahme zum Tränken von Vieh bleibt in geringen Mengen erlaubt.
Nicht erlaubt ist dagegen das Aufstauen von Gewässern oder das Anlegen von Vertiefungen, zum Beispiel zur Wasserentnahme.
Das Landratsamt weist außerdem darauf hin, dass auch das Betreten der Gewässer eine zusätzliche Belastung darstellt. Vereinzelte Regenschauer bringen demnach kaum Entlastung. Die Aussichten bleiben angespannt: In den kommenden Wochen wird nur wenig Regen erwartet.
Das Landratsamt geht davon aus, dass die Wasserstände in den kommenden Monaten bis Oktober noch niedriger ausfallen könnten.
Das Landratsamt Calw appelliert an das Verantwortungsbewusstsein aller. Wasserentnahmen aus oberirdischen Gewässern sollen unterlassen oder auf ein Minimum beschränkt werden. Außerdem ruft das Landratsamt dazu auf, Wasser – auch Trinkwasser – überall dort einzusparen, wo es möglich ist.