Land saniert Radweg bei Neuhausen nach tödlichem Unfall von Fahrrad-Aktivist

20. Oktober 2025 , 10:58 Uhr

Land übernimmt Zuständigkeit

Baden-Württemberg will den Radweg entlang der Pforzheimer Straße sanieren, auf der der als «Natenom» bekannte Fahrrad-Aktivist Andreas Mandalka von einem Auto erfasst worden und gestorben ist. Der Weg zwischen Neuhausen und dem Ortsteil Schellbronn im Enzkreis gehe in die Verantwortung des Landes über, teilten Verkehrsministerium und Regierungspräsidium mit. Zuvor hatte die Zuständigkeit bei der Gemeinde gelegen.

Der tödliche Unfall im Januar 2024 habe nochmals gezeigt, wie wichtig sichere Radverbindungen seien, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). «Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, soll sich sicher fühlen können – gerade entlang von stark befahrenen Landstraßen.» Man werde nun die Sanierung und Neugestaltung vorbereiten. Radfahrer dürfen dann nicht mehr auf der Landstraße fahren und müssen den Radweg nutzen.

Zustand des Radweges stand verschiedentlich in der Kritik

«Natenom» war auf der Landstraße gefahren. Eine Pflicht, den alten Radweg zu nutzen, hatte es nicht gegeben. Der Zustand des Radweges stand verschiedentlich in der Kritik.

Der 43-Jährige war von einem 78 Jahre alten Autofahrer erfasst worden. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatte der Senior den Radfahrer, der vorschriftsmäßig mit Warnweste und Fahrradbeleuchtung ausgerüstet war, übersehen.

Der Tod des Radaktivisten hatte bundesweit Reaktionen ausgelöst. Mandalka war überregional wegen seines Einsatzes für die Sicherheit von Fahrradfahrern im Straßenverkehr bekannt. Er hatte etwa für Fahrradfahrende unsichere Straßen moniert und sich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr eingesetzt.

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