Wie grün sind unsere Innenstädte?

Land möchte grünere Innenstädte - wie schlagen sich die Städte der Region?

17. September 2023 , 15:00 Uhr

Region (pm/dk) – Viele Bäume und deutlich mehr Grün, dafür weniger versiegelte Flächen und Parkplätze – das ist das Credo einer aktuellen Landesförderung. Städte müssen sich auf heißere Sommer einstellen – aber was passiert da bisher in der Region?

Aus Parkplätzen werden Grünflächen

Der Klimawandel ist da und immer häufiger spüren wir die Auswirkungen.  Jetzt gilt es diese Folgen abzumildern und für kühle Innenstädte zu sorgen. Sagt auch Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann:

Wo immer es möglich ist, sollten überdimensionierte, versiegelte und sich aufheizende Straßen- und Parkflächen entsiegelt und begrünt werden […]. Ich ermutige alle Kommunen, solche Maßnahmen zur Klimaanpassung zu ergreifen und die Fördermittel in Anspruch zu nehmen!

Diese aktuelle Landesförderung soll Städten und Kommunen bei Maßnahmen für „Grünere Städte“ unterstützen. Dazu zählen beispielsweise der Umbau von Straßen zu Grünflächen, Baumpflanzungen, sowie das Bereitstellen von Schattenplätzen und Trinkwasserbrunnen.

Was macht die Stadt Karlsruhe?

Schon seit 30 Jahren werden hier in den Bebauungsplänen Gründächer festgeschrieben. Außerdem tue die Stadt auch viel für den Erhalt von Bäumen – sagt Bürgermeisterin Bettina Liesbach. Alle die in den vergangenen Wochen den Streit um die Fällung der Platanen in der Kaiserstraße mitbekommen haben, werden hier vielleicht stutzig. Bettina Liesbach steht aber hinter der Maßnahme:

Es werden dann auch neue Leitungen gelegt und die Platanen haben unter den jetzigen Bedingungen kaum Überlebenschancen. Deswegen ist diese Umsetzung der Planung, die mehr Bäume vorsieht, auf lange Sicht in guter Weg.

Auch in Zukunft ist noch einiges geplant. Zurzeit wird an einem Hitzeaktionsplan gearbeitet um auf heiße Tage eingestellt zu sein. Außerdem wird bei aktuellen Baustellen, beispielsweise hinter dem Hauptbahnhof, darauf geachtet, dass auch mit Wasserelementen gearbeitet wird. Außerdem sollen sukzessive mehr Trinkwasserbrunnen entstehen – allerdings ist das von der Haushaltslage abhängig, und laut Bettina Liesbach ist das „im Moment schwierig“. Außerdem sollen in Zukunft auch noch mehr Flächen entsiegelt werden – „An dem Thema müssen wir noch weiter arbeiten“. Vielleicht hilft ja diese Förderung dabei.

Was macht die Stadt Pforzheim?

Seit 20 Jahren werden hier klimaresistente Bäume gepflanzt. Hier bemerkt man laut Jürgen Metzger vom Grünflächenmanagement Pforzheim auch schon positive Effekte. Ein Großteil dieser Bäume vertragen die Hitze und die Trockenheit besser als zuvor gepflanzte Bäume. Trotzdem wird dafür gesorgt bestehende Bäume zu erhalten – diese müssen dann natürlich auch bewässert werden. Hier wird auch auf kreative Lösungen gesetzt, erst vor einigen Wochen wurde eine sogenannte „Tankbank“ vorgestellt. Hierdurch können Bäume automatisch bewässert werden. Jürgen Metzger betont:

Wo man grundlegend erneuert, kommen immer auch Bäume mit ins Spiel.

Das wurde zum Beispiel beim Umbau  der Kaiser-Friedrich-Straße beachtet. Aktuell nutzt die Stadt außerdem Fördergelder für den Umbau des Ostadtparks/Alter Friedhof. Hier soll die Blau-Grüne-Infrastruktur im Vordergrund sein. Also zum einen eine Wasserrückhaltung für die Pflanzen, sowie zum anderen eine Entsiegelung von Flächen und den Erhalt des Altbaumbestandes.

Bringt das überhaupt was?

Ja das bringt etwas: Grünflächen und das Pflanzen von Bäumen entfalten kurzfristig eine große Wirkung auf das Mikroklima. Mit Drohnen erzeugte Wärmebilder zeigen eine durchschnittlich circa 20 Grad Celsius höhere Lufttemperatur über asphaltierten und versiegelten Flächen im Vergleich zu unmittelbar angrenzenden Grünflächen. Durch Verschattung reduziert sich die gefühlte Temperatur um bis zu zwölf Grad, die Oberflächentemperatur sinkt um zehn bis 20 Grad.

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