Karlsruhe (dpa/dk) – Der Karlsruher SC ist am Sonntag beim Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli gefordert. Während die Hamburger bislang nur eines ihrer sechs Ligaspiele verloren haben, steckt der KSC nach einem schwierigen Saisonstart weiter im Tabellenkeller. Trainer Maximilian Senft fordert trotzdem einen offensiven Auftritt.
Nach sechs Spieltagen steht der Karlsruher SC mit fünf Punkten auf Tabellenplatz 14. Der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz beträgt nur einen Punkt.
Trainer Maximilian Senft sieht seine Mannschaft weiterhin in einem sportlichen Veränderungsprozess. In Aktionismus will er deshalb nicht verfallen.
„Ich glaube, das wäre das ganz Schlechte“, sagte der 37-Jährige. Während der Länderspielpause habe der KSC dennoch Dinge angepasst, „von denen wir uns natürlich auch einen Output erwarten“.
Trotz der angespannten Tabellenlage soll Karlsruhe in Hamburg nicht abwartend auftreten.
„Ich spiele immer auf Sieg und unsere Spieler auch“, sagte Senft. Das größte Risiko sei, „kein Risiko einzugehen“.
Anpfiff im Millerntor-Stadion ist am Sonntag, 11. Oktober, um 13:30 Uhr. Das Stadion im Hamburger Stadtteil St. Pauli fasst 29.546 Zuschauer.
Der FC St. Pauli steht nach sechs Spieltagen mit sieben Punkten auf Platz 8 der 2. Bundesliga.
Die Bilanz: ein Sieg, vier Unentschieden und eine Niederlage bei 8:8 Toren. Zuletzt gab es ein 1:1 bei Energie Cottbus, davor gewann St. Pauli mit 1:0 gegen den VfL Wolfsburg.
Die bislang einzige Saisonniederlage kassierten die Hamburger beim 1:2 gegen den 1. FC Kaiserslautern.
In der vergangenen Saison spielte St. Pauli noch in der Bundesliga. Dort landete der Club mit 26 Punkten und 29:60 Toren auf dem 18. Tabellenplatz.
Am letzten Spieltag verlor St. Pauli zu Hause mit 1:3 gegen Wolfsburg und stieg nach zwei Jahren Bundesliga wieder ab.
Ein Thema beim KSC bleibt auch Louey Ben Farhat. Der 20-Jährige wartet in dieser Saison noch auf sein erstes Tor und blieb bislang unter seiner Bestform.
Senft fordert Geduld mit dem Stürmer: „Das ist ein Mensch und kein Roboter“.
Nach einem turbulenten Transfersommer mit dem Last-Minute-Wechsel zum SC Freiburg und anschließender Rückleihe nach Karlsruhe sowie einer Zahnoperation kam zuletzt ein weiterer Rückschlag hinzu: Bei der deutschen U21 konnte Ben Farhat in der EM-Qualifikation gegen Georgien nicht eingesetzt werden, weil seine Spielgenehmigung fehlte.
Für den KSC geht es nun darum, am Millerntor wieder Punkte zu sammeln.