Karlsruhe (jl) -An diesem Wochenende endet auch für die 2. Bundesliga die Winterpause und nach 30 Tagen ohne Fußball dürfen sich die KSC-Fans nun endlich wieder auf die Reise begeben. Die Badener sind in Franken beim 1. FC Nürnberg zu Gast. Mit dabei ist auch Stürmer Neuverpflichtung Mikkel Kaufmann.
Viel Ungewissheit war im Umfeld des Wildparks vor dem Rückrundenauftakt beim 1. FC Nürnberg. Nach dem Abgang von Budu Zivzivadze war lange kein Ersatz in Sicht, doch nun dürfen alle KSC-Anhänger aufatmen denn Mikkel Kaufmann kehrt zum Karlsruher SC zurück. Der 24-Jährige Dänische Nationalspieler kommt auf Leihbasis vom 1. FC Heidenheim in den BBBank Wildpark,
Wir freuen uns sehr, dass es uns noch vor dem ersten Spiel gelungen ist das über die Bühne zu bringen. Weil es auch schon eine wichtige Botschaft an die Kabine zu den Jungs ist, weil die schon bedröpelt geschaut haben am zweiten Januar als Budu nach Heidenheim ging. Sodass wir glaube ich ein anderen Spielertyp im Kader haben als Budu, den man nicht 1 zu 1 Ersetzten kann und das aber auch nicht versucht wurde, weil es nicht möglich ist. Das wird der Kabine gut tun und wir freuen uns auf Sonntag, dass es wieder los geht. Und wir werden versuchen eine ähnliche gute Rückrunde zu spielen wie wir es im letzten Halbjahr geschafft haben.
Damit tauscht der KSC Stürmer gegen Stürmer mit den Schwaben. 2. Liga Top-Stürmer Budu Zivzivadze hatte den Verein in der Winterpause nach Heidenheim verlassen. Schon damals wurde über einen Tausch mit Mikkel Kaufmann gemunkelt. Bis Ende der Saison wird der Däne nun für den KSC stürmen. Ob der KSC eine Kaufoption auf den Stürmer hat ist nicht bekannt.
Nach dem Weggang vom KSC zu Union Berlin erzielte Kaufmann bei 18 Einsätzen nur ein Tor. Daher war nach einer Saison schon Schluss bei den Berlinern. Der Däne wechselte nach Heidenheim. Dort gab es kein Einsatz in der Startelf lediglich neun Mal wurde er ein gewechselt und konnte kein Tor für den Bundesligisten erzielen. Mit dem Wechsel von Budu Zivzivadze nach Heidenheim wäre der Däne wohl für den Rest der Saison auf der Bank gesessen, daher wohl nun auch von ihm das OK zum Leigeschäft mit den Badenern.
Zwei Punkte Rückstand haben die Karlsruher auf den 1. FC Köln die momentan die Tabelle in der zweithöchsten deutschen Spielklasse anführen. Mit nur einem Punkt weniger lauert der HSV auf Tabellenplatz drei hinter den Badenern. Zwischen dem KSC und Darmstadt 98 auf Rang 10 sind es nur fünf Punkte Differenz. Alles also sehr eng in dieser zweiten Bundesliga – ein guter Start ins Jahr 2025 wäre daher auch sehr wertvoll.
Erfreulich ist, dass während der Winterpause einige verletzte KSC Akteure wieder in die Mannschaft zurückgekehrt sind. Neben Christoph Kobald ist nun auch wieder Robin Bormuth eine Alternative für die Innenverteidigung:
Robin Bormuth wird auf jeden Fall wieder im Kader stehen. Er ist ein Riesenschritt weiter, aber er braucht jetzt noch die ein oder andere Trainingseinheit mehr um wieder das volle Vertrauen in seinen Körper zu bekommen. Christoph Kobald müssen wir noch ein wenig aufpassen, kann aber sein dass er im Kader steht fürs Wochenende.
Sicher ausfallen wird Sebastian Jung. Er hat sich an der Wade verletzt und fällt wohl bis nach dem Düsseldorf Spiel aus. Für ihn wird der 17-Jährige Rafael Pinto Pedrosa zu seinem Starelf-Debüt kommen.
Nürnberg ist Elfter der Tabelle und aktuell weit hinter den eigenen Zielen zurück. Neu-Trainer Miroslav Klose hatte sich seine erste Saison als Chefcoach wohl auch anders vorgestellt, aber die zweite Liga ist eben kein Zuckerschlecken. Doch auch Christian Eichner weiß dass Nürnberg mehr will und am Sonntag ein schwerer Gegner wird:
Es wird ein absolutes 50/50 Spiel und das könnt ihr euch schonmal kopieren und nächste Woche wieder einfügen und auch in drei Wochen wieder einfügen[…] Aber so ein erstes Spiel nach der Rückrunde ist halt immer das erste Spiel. Das wird nicht immer ganz leicht über die Bühne gehen und dagegen müssen wir uns wehren und unser Spiel durchdrücken. Wir haben aber schon ein große Portion Respekt vor Nürnberg.,
so Eichner zur Partie gegen den Club.
Ob Kaufmann in Nürnberg direkt starten darf ist ungewiss. Wahrscheinlicher ist es, dass Eichner auf das Trainingslager-Duo Schleusener/Pfeiffer setzt. Doch egal wer am Sonntag den Platz von Budu einnehmen wird, tritt in große Fußstapfen. Beim Auftaktspiel im letzten Jahr, lag der KSC kurz vor der Pause mit 0:2 gegen Nürnberg zurück doch dann kam die Zivzivadze-Show. Der Top-Stürmer machte mit dem Pausenpfiff den Anschlusstreffer und schob in der zweiten Hälfte zwei Tore nach und sorgte mit seinem ersten Hattrick in Liga 2 für ordentlich Furore und natürlich für einen Sieg der Badener.
3.700 KSC Fans werden sich am Sonntag auf den Weg nach Nürnberg machen. Anstoß ist um 13:30 Uhr im Max-Morlock-Stadion.