Karlsruhe (dpa/dk) – Endlich rollt der Ball wieder im BBBank Wildpark. Der Karlsruher SC startet am Samstag um 13 Uhr mit einem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld in die neue Zweitliga-Saison. Neben dem sportlichen Auftakt sorgen weiterhin die Wechselgerüchte um KSC-Talent Louey Ben Farhat für Gesprächsstoff.
Zum ersten Saisonspiel reist Arminia Bielefeld aus Ostwestfalen nach Karlsruhe.
Die jüngsten Begegnungen zwischen dem KSC und Bielefeld waren deutlich und torreich. 2025 musste Karlsruhe auswärts eine 0:4-Niederlage hinnehmen. Im April gelang im BBBank Wildpark dann die Revanche: Der KSC gewann das Heimspiel mit 4:1.
Durch diesen Sieg zog Karlsruhe auch in der Gesamtbilanz an Bielefeld vorbei. Von bislang 50 Begegnungen gewann der KSC 19. Bielefeld kommt auf 18 Siege. Zwölf Spiele endeten unentschieden.
Ob Louey Ben Farhat beim Saisonauftakt zum Einsatz kommt, entscheidet sich kurzfristig. Nach einer Zahn-OP hatte der 20 Jahre alte Offensivspieler große Teile der Vorbereitung verpasst. In dieser Woche konnte er erstmals wieder alle Trainingseinheiten vollständig absolvieren.
Nach Angaben von KSC-Sport-Geschäftsführer Mario Eggimann könnte Ben Farhat gegen Bielefeld zum Kader gehören. Der neue Trainer Maximilian Senft betonte allerdings, dass über einen möglichen Einsatz erst kurzfristig entschieden werde.
Seit längerer Zeit wird Ben Farhat mit Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht.
Die zahlreichen Spekulationen gehen Sport-Geschäftsführer Eggimann zunehmend auf die Nerven.
«Wenn man die sozialen Medien verfolgt, ist Louey ja schon viermal gewechselt diese Transferperiode. Da würde ich manchmal den Leuten empfehlen, lieber wieder öfter normale Zeitungen zu lesen und so die Entwicklung zu verfolgen», sagte Eggimann auf der Pressekonferenz vor dem Saisonauftakt.
Der KSC hatte den Vertrag mit Ben Farhat im vergangenen Sommer langfristig verlängert. Gespräche mit interessierten Vereinen schloss Eggimann nicht aus, machte aber die Position des Clubs deutlich: «Wir haben uns aber ganz klar positioniert, dass es einen Preis hat.»
Neben Eintracht Frankfurt sollen inzwischen auch Vereine aus England und Frankreich an Ben Farhat interessiert sein.
Der KSC werde sich «nicht irgendwie unter Druck setzen lassen, auch nicht von der Öffentlichkeit oder medialen Spielchen», sagte Eggimann. Gleichzeitig bleibe der Verein gesprächsbereit: «Wenn ein Verein wirklich sehr konkret Interesse hat und dem Spieler gegenüber und uns gegenüber da auch respektvoll umgeht, sind wir immer bereit zu sprechen.»
Am Samstag steht zunächst aber das Sportliche im Mittelpunkt. Der KSC will vor heimischem Publikum erfolgreich in die neue Saison starten – und nach den torreichen vergangenen Duellen erneut gegen Bielefeld gewinnen.