KSC macht 1,8 Millionen Euro Gewinn – Umsatz auf Rekordniveau

04. November 2026 , 13:05 Uhr

Karlsruhe (pm/dk) – Sportlich läuft es beim Karlsruher SC aktuell nicht wie erhofft, wirtschaftlich sieht die Lage dagegen deutlich besser aus. Der KSC hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem Gewinn von 1,8 Millionen Euro abgeschlossen. Auch beim Umsatz gibt es gute Nachrichten: Der Verein hat seinen bisherigen Rekord noch einmal übertroffen. Das Geld soll unter anderem in die Mannschaft, den Nachwuchs und einen neuen Trainingsplatz investiert werden.

KSC steigert Umsatz auf 56,8 Millionen Euro

Der Karlsruher SC hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Die ausgegliederte Kapitalgesellschaft des Vereins erzielte einen Jahresüberschuss von 1,8 Millionen Euro.

Auch der Umsatz ist gestiegen. Mit 56,8 Millionen Euro hat der KSC den bisherigen Rekord aus dem Vorjahr noch einmal leicht übertroffen. Der Gewinn bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau wie in der vergangenen Saison.

Besonders die hohe Nachfrage nach Tickets und Hospitality-Angeboten bei Heimspielen im BBBank Wildpark hat zu den guten Zahlen beigetragen. Dazu kommen gestiegene Einnahmen durch Werbung und Spielertransfers.

Auch die finanzielle Basis des Vereins hat sich verbessert. Das Eigenkapital ist auf 15,3 Millionen Euro gestiegen.

Rekordtransfer von Max Weiß bringt Geld in die Kasse

Eine wichtige Rolle spielt beim KSC weiterhin die Förderung junger Talente.

Mit dem Wechsel von Torhüter Max Weiß zu Beginn des Geschäftsjahres 2025/26 hat der Verein erstmals einen Rekordtransfer eines Spielers aus der eigenen aKAdemie erzielt.

Auch weitere Nachwuchsspieler haben sich inzwischen im Profibereich etabliert.

Der KSC möchte deshalb weiterhin verstärkt auf die eigene Nachwuchsarbeit setzen und gleichzeitig sportlich konkurrenzfähig bleiben.

Über drei Millionen Euro für neuen Trainingsplatz

Die zusätzlichen Einnahmen nutzt der KSC auch, um seine Infrastruktur zu verbessern.

Ein großes Projekt ist derzeit der Bau eines neuen Profitrainingsplatzes auf dem Gelände am Adenauerring. Dafür investiert der Verein mehr als drei Millionen Euro.

Der Trainingsplatz ist das bislang größte Einzelvorhaben im Rahmen der sogenannten „Vision Wildpark“. Mit diesem Konzept möchte der KSC seine Spiel- und Trainingsbedingungen langfristig verbessern.

Außerdem hat der Verein die Personal- und Transferbudgets für die Profimannschaft erhöht und weitere finanzielle Altlasten abgebaut.

KSC-Geschäftsführer sieht Verein wirtschaftlich gut aufgestellt

Michael Becker, Sprecher der Geschäftsführung des Karlsruher SC, zeigt sich mit dem Ergebnis zufrieden.

„Das Geschäftsjahr 2025/26 zeigt, dass wir beim Karlsruher SC auf einem wirtschaftlich stabilen Fundament stehen.“

Besonders wichtig sei, dass der Verein durch die positive Entwicklung weiterhin in seine Zukunft investieren könne.

„Die positive Entwicklung ermöglicht es uns, gezielt in die Zukunft unseres Clubs zu investieren, sei es in die Förderung unserer Talente, die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für den Sport oder die nachhaltige Stärkung unserer Strukturen.“

Becker betont außerdem, dass sich langfristige Entscheidungen zunehmend auszahlen würden. Mit Projekten wie dem neuen Profitrainingsplatz wolle der KSC die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung schaffen.

Weitere Geschäftszahlen werden vorgestellt

Trotz der sportlich angespannten Situation sieht sich der Karlsruher SC wirtschaftlich auf einem stabilen Kurs.

Weitere Einzelheiten zu den Geschäftszahlen und der finanziellen Entwicklung sollen bei der Mitgliederversammlung des KSC e.V. am Mittwoch, 4. November, und bei der Hauptversammlung der KSC GmbH & Co. KGaA am Donnerstag, 5. November, vorgestellt werden.

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