KSC in der Krise

30. September 2023 , 15:30 Uhr

Karlsruhe (jp) – Der KSC verliert gegen Holstein Kiel und wartet seit vier Spielen auf einen Sieg. Die Fans quittierten die aktuelle Situation mit Pfiffen.

„Auch mal unsexy“

Vor dem Spiel betonte KSC-Coach Christian Eichner vor allem, was er von seiner Mannschaft defensiv erwarte – nämlich unter anderem Gier und Galligkeit, bedingungslose Unterstützung für den Nebenmann und Bälle „auch mal unsexy“ zu klären. Umso überraschender war daher der einzige Wechsel, den Eichner in der Startelf vornahm: Denn er veränderte nicht seine Defensive, sondern die Offensive: Top-Scorer Fabian Schleusener stand zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr nicht in der Startelf – für ihn begann Igor Matanovic.

Mit Pfiffen in die Kabine verabschiedet

Der KSC fand gut ins Spiel und hatte nach sieben Minuten die erste Top-Chance auf die Führung. Heise legte im Strafraum quer, Stindl verpasste und auch Wanitzek scheiterte mit seinem anschließenden Versuch aus kurzer Distanz. Zuvor musste die Kieler Abwehr schon einen Schuss von Stindl abwehren (2.). Auf der anderen Seite zeigten sich nun auch die Kieler, doch Beckers Flanke fand keinen Abnehmer (11. Minute). Der KSC schnürte die Gäste anschließend in deren Hälfte ein, drückte auf den Führungstreffer, kam aber zu keiner weiteren klaren Chance. Kiel befreite sich nach wenigen Minuten, doch erst nach Rembergs Kopfball in der 22. Minute musste Drewes im KSC-Tor zupacken. Das hätte Drewes zwei Minuten später gerne wieder, doch Pichlers Schuss aus kurzer Distanz – nach Kopfballvorlage von Remberg – ging durch Drewes Beine hindurch ins Netz zum 0:1. Drei Minuten später kam es noch dicker für den KSC: Holtby flankte an den langen Pfosten, wo Rothe völlig alleingelassen zum Kopfball kam und zum 0:2 traf (27.) Kurz darauf bekamen die Störche die Chance zum dritten Treffer. Nach Skrzybskis Flanke flog Franke der Ball an die Hand – Elfmeter für die Gäste, doch Drewes tauchte ab und hielt den Schuss von Skrzybski (35.). Auch kurz vor der Pause musste sich Drewes noch einmal strecken, als Simakala zum Schlenzer ansetzte – der KSC-Keeper klärte aber zur Ecke (45.). Mit Pfiffen verabschiedeten die KSC-Fans ihr Team in die Halbzeitpause. Kurz vorher kam Bormuth noch zu einem Kopfball, der aber deutlich am Tor vorbei ging.

Gegen Magdeburg muss ein Sieg her

Mit einem Dreifachwechsel reagierte Christian Eichner in der Pause auf den Rückstand. Zivzivadze, Schleusener und Herold kamen für Matanovic, Nebel und Heise. Frische Kräfte und eine neue taktische Ausrichtung sollten das Spiel nochmal in eine andere Richtung lenken. Tatsächlich übernahm der KSC zunächst die Spielkontrolle. Kiel zog sich etwas zurück, lauerte eher auf Konter und ließ den KSC kommen. Echte Torchancen sprangen für beide Teams allerdings erst einmal nicht heraus. Bis auf wenige harmlose Kopfbälle und Schüsse gab es bis in die Schlussphase nichts zu vermelden. Nur Joshua Mees hatte in der 88. Minute nochmal eine gute Chance für Kiel – doch diese wurde wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Es blieb beim 0:2 für Kiel, das die gut 21.000 Zuschauer im Wildpark mit laufen Pfiffen quittierten. Der KSC wartet damit seit vier Saisonspielen auf einen Sieg und steuert schwierigen Tagen entgegen. Im Auswärtsspiel gegen Magdeburg am Samstag muss unbedingt ein Sieg her.

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Holstein Kiel KSC

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