KSC empfängt Wolfsburg: Schwergewicht der 2. Liga kommt in den Wildpark

27. August 2026 , 16:02 Uhr

Karlsruhe (dpa/dk) – Der nächste Härtetest für den Karlsruher SC steht an: Am Samstag empfängt der KSC den Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg im BBBank Wildpark. Beide Teams sind mit vier Punkten in die Saison gestartet – auf dem Papier bringen die Gäste aus Niedersachsen allerdings ganz andere finanzielle Möglichkeiten mit.

Wolfsburg mit Rekord-Marktwert in Liga 2

Für viele Fußballfans dürfte der VfL Wolfsburg in der 2. Bundesliga noch immer ein ungewohnter Anblick sein. Zuletzt spielten die Wölfe in den 1990er-Jahren zweitklassig. In der vergangenen Saison landete der Verein auf dem Relegationsplatz und musste anschließend den Gang in Liga 2 antreten.

Das Ziel ist klar: der direkte Wiederaufstieg. Der Wolfsburger Kader kommt auf einen Marktwert von mehr als 150 Millionen Euro und ist damit der wertvollste Zweitliga-Kader aller Zeiten. Zum Vergleich: St. Pauli liegt mit rund 46 Millionen Euro auf Platz zwei.

Ein Durchmarsch ist für die Wölfe bislang trotzdem nicht zu erkennen. Zum Auftakt gab es ein 0:0 gegen Kaiserslautern, anschließend folgte ein knapper 1:0-Sieg gegen Darmstadt.

KSC und Wolfsburg mit jeweils vier Punkten

Nach den ersten beiden Spieltagen liegen beide Mannschaften dicht beieinander. Sowohl der KSC als auch Wolfsburg haben vier Punkte gesammelt und stehen auf den Plätzen drei und vier.

Auch an der Seitenlinie gibt es eine Gemeinsamkeit: Beide Vereine sind mit neuen Trainern in die Saison gegangen. KSC-Coach Maximilian Senft und Wolfsburg-Trainer Tobias Strobl stehen jeweils vor ihrem dritten Pflichtspiel.

Für Senft ist klar, dass der anstrengende Pokalabend der Wolfsburger kein entscheidender Vorteil für den KSC ist. Der VfL setzte sich am Montag erst nach Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten VSG Altglienicke durch.

„Die 120 Minuten sind da aus meiner Sicht kein relevanter Faktor mehr“, sagte Senft vor der Partie.

Zukunft von Louey Ben Farhat weiter offen

Neben dem Spiel beschäftigt den KSC aktuell auch die Zukunft von Louey Ben Farhat. Der 20 Jahre alte Offensivspieler wird seit Wochen mit einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht. Plötzlich gibt es auch Gerüchte rund um einen Wechsel nach Freiburg. Wenige Tage vor dem Ende der Transferperiode ist weiterhin offen, ob er in Karlsruhe bleibt.

Senft will sich auf beide Möglichkeiten vorbereiten.

„Es ist wichtig, sich professionell auf alle Szenarien vorzubereiten“, sagte der 37-Jährige. Gleichzeitig müsse auch die Situation des Spielers berücksichtigt werden: „Auch der Bursche befindet sich in einer für ihn herausfordernden Situation.“

Der KSC sei laut Senft aber „in diesen Tagen handlungsfähig“.

Broschinski und Egloff sind fraglich

Auch personell gibt es vor dem Heimspiel noch Fragezeichen. Stürmer Moritz Broschinski hatte zuletzt Probleme am Sprunggelenk und konnte nur Teile des Trainings absolvieren.

Lilian Egloff ist nach muskulären Problemen zwar wieder auf dem Platz. Bei ihm zeigte sich Senft allerdings nur „vorsichtig optimistisch“. Bei beiden Spielern dürfte sich kurzfristig entscheiden, ob es für einen Einsatz gegen Wolfsburg reicht.

Erfolgreiche Vergangenheit der Wölfe

Sportlich hat Wolfsburg einiges vorzuweisen. Der Verein wurde bereits Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und Supercup-Gewinner. Auch international waren die Niedersachsen mehrfach vertreten. 2016 erreichten sie das Viertelfinale der Champions League, dort war gegen Real Madrid Schluss.

Die vergangenen direkten Duelle mit dem KSC liegen dagegen schon einige Jahre zurück. Zuletzt trafen beide Mannschaften 2013 in der ersten Runde des DFB-Pokals aufeinander. Insgesamt gewann Wolfsburg häufiger, viermal gingen die Punkte beziehungsweise der Sieg aber nach Karlsruhe.

Anpfiff am Samstag um 13 Uhr

Los geht es am Samstag um 13 Uhr im BBBank Wildpark. Dann zeigt sich, wie sich der KSC gegen den finanziell stärksten Kader der Liga schlägt – und wie leicht oder schwer sich der Aufstiegsfavorit aus Wolfsburg in dieser Zweitliga-Saison tatsächlich tut.

Unser KSC-Reporter Sven Grunwald ist im Stadion und berichtet für Euch live.

Anzeige
2. Bundesliga BBBank Wildpark Fußball-Karlsruhe Karlsruher SC KSC KSC live KSC Spieltag KSC Wolfsburg Lilian Egloff Louey Ben Farhat Maximilian Senft Moritz Broschinski Tobias Strobl VfL Wolfsburg Wildparkstadion

Das könnte Dich auch interessieren

03.09.2026 KSC vor Auswärtsspiel in Hannover: Senft fordert mehr „Balldruck“ Karlsruhe (dpa/dk) - Nach der 2:5-Niederlage beim VfL Wolfsburg steht für den Karlsruher SC am Freitag das nächste schwere Auswärtsspiel an. Beim Spiel bei Hannover 96 fordert Trainer Maximilian Senft von seiner Mannschaft vor allem ein besseres Pressing-Verhalten. Gleichzeitig sind zwei Stürmer für die Partie noch fraglich. 17.09.2026 KSC vor Nürnberg-Spiel: Senft lobt Klose und spricht über möglichen neuen Stürmer Karlsruhe (dpa/svs) - Für den KSC steht am Samstag das nächste wichtige Spiel in der 2. Bundesliga an. Gegen den starken 1. FC Nürnberg trifft KSC-Trainer Maximilian Senft auch auf einen alten Bekannten: Miroslav Klose. Vor der Partie spricht Senft über seine Begegnung mit dem Weltmeister von 2014 – und über die Suche nach einem möglichen Ersatz für Moritz Broschinski. 11.09.2026 KSC empfängt Energie Cottbus: Broschinski fehlt weiter Karlsruhe (dpa/dk) - Nach acht Jahren treffen der Karlsruher SC und Energie Cottbus wieder aufeinander. Am Sonntag kommt der Zweitliga-Aufsteiger in den Wildpark. Der KSC muss dabei erneut auf Moritz Broschinski verzichten – und Trainer Maximilian Senft warnt vor einem alles andere als typischen Aufsteiger. 01.09.2026 Louey Ben Farhat wechselt nach Freiburg – bleibt aber vorerst beim KSC Karlsruhe (pm/dk) - Jetzt ist die Zukunft von Louey Ben Farhat geklärt: Das KSC-Eigengewächs wechselt fest zum Bundesligisten SC Freiburg. Gleichzeitig wird der 20-Jährige für die laufende Saison zurück nach Karlsruhe verliehen und trägt damit zunächst weiter das Trikot des KSC.