Karlsruhe (dpa/dk) – Nach acht Jahren treffen der Karlsruher SC und Energie Cottbus wieder aufeinander. Am Sonntag kommt der Zweitliga-Aufsteiger in den Wildpark. Der KSC muss dabei erneut auf Moritz Broschinski verzichten – und Trainer Maximilian Senft warnt vor einem alles andere als typischen Aufsteiger.
Der Saisonstart hat bereits gezeigt, dass die Lausitzer auch gegen starke Gegner bestehen können. Direkt zum Auftakt gewann Cottbus gegen Hannover. Nach zwei Niederlagen folgte zuletzt ein spektakuläres 4:4 gegen Wolfsburg.
Dabei lag Energie bereits mit 0:3 zurück. KSC-Trainer Maximilian Senft bescheinigte dem Aufsteiger anschließend „sehr große Resilienz“.
In der Tabelle befindet sich Cottbus aktuell im Mittelfeld, wobei die Mannschaften noch eng beieinanderliegen. Der KSC steht mit fünf Punkten auf Rang neun.
Für den Karlsruher Trainer ist Cottbus kein gewöhnlicher Liga-Neuling. Senft bezeichnete die Mannschaft als „untypischen“ Aufsteiger.
Ob die Partie automatisch zum Fußball-Spektakel wird, wollte der 37-Jährige aber nicht vorhersagen: „Ich weiß nicht, ob ein Spektakel entsteht, wenn man ein Spektakel prophezeit“.
Fest steht für ihn aber: Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, „die das Fußballherz am richtigen Fleck haben“.
Personell muss der KSC weiter auf Moritz Broschinski verzichten. Der Stürmer war beim 0:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern Mitte August verletzt ausgewechselt worden und kam seitdem nicht mehr zum Einsatz.
Broschinski hat Probleme am Sprunggelenk. Wie lange er noch ausfallen wird, ist weiterhin unklar.
„Es ist einfach eine komplexe Sachlage“, sagte Senft. Es gelte, „noch einmal sehr genau nachzuschauen und nachzuprüfen“ und verschiedene Meinungen einzuholen. Für die kommenden Tage kündigte der Trainer „noch einmal eine klare Kommunikation nach außen“ an.
Neben Broschinski steht auch Sebastian Jung nicht zur Verfügung. Der Abwehrspieler fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel aus.
Neuzugang Héliton kann gegen Cottbus ebenfalls noch nicht mitwirken. Der brasilianische Innenverteidiger muss eine Rotsperre aus seiner Zeit in der Türkei absitzen. In der vergangenen Woche hatte zudem seine Arbeitserlaubnis noch nicht vorgelegen.
Auch Louey Ben Farhat war vor dem Spiel Thema. Der Wechsel des 20-Jährigen vom tunesischen Verband zum Deutschen Fußball-Bund soll zeitnah abgeschlossen werden. Bislang absolvierte Ben Farhat zwei Spiele für die A-Nationalmannschaft Tunesiens.
Ob ihm die mögliche Perspektive in einer deutschen Nationalmannschaft noch einmal zusätzlichen Schub gibt, „müsste man ihn fragen“, sagte Senft. „Aber das kann ich mir anders gar nicht vorstellen.“
Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Karlsruhe und Cottbus ist bereits acht Jahre her. Damals spielten beide Vereine in der 3. Liga. Der KSC gewann beide Begegnungen mit zwei Toren Vorsprung – aus Karlsruher Sicht endeten die Partien 2:0 und 2:0. Am Ende der Saison stieg der KSC auf.
Insgesamt ist die Bilanz zwischen beiden Vereinen beinahe ausgeglichen: Elf Siege gehen an den KSC, zehn an Energie Cottbus. Viermal gab es ein Unentschieden.
In der 2. Bundesliga treffen Karlsruhe und Cottbus nun erstmals seit 2014 wieder aufeinander.