Karlsruhe (pm/dk) – Der Karlsruher SC biegt in die Schlussphase der Saison ein. Am Sonntag steht im BBBank Wildpark das vorletzte Heimspiel an – zu Gast ist der SV Darmstadt 98. Sportlich geht es für den KSC an den letzten drei Spieltagen zwar nicht mehr um ganz viel, trotzdem gibt es noch einige spannende Themen rund um das Team.
Anpfiff gegen den SV Darmstadt 98 ist am Sonntag um 13.30 Uhr. Es ist das zweite Heimspiel in Folge für den KSC – und gleichzeitig schon das vorletzte in dieser Saison.
Darmstadt steht aktuell auf Platz 5. Der Abstand auf den Relegationsplatz beträgt sechs Punkte. Möglich wurde diese Position vor allem durch eine gute Punkteausbeute in den Spielen davor. Zuletzt lief es für die Lilien aber nicht mehr rund: Seit fünf Ligaspielen wartet Darmstadt auf einen Sieg.
In der Hinrunde hatte Darmstadt noch ordentlich gepunktet und die erste Saisonhälfte auf Platz 3 beendet. Nach dem direkten Wiederabstieg aus der Bundesliga war der Wiederaufstieg nicht konkret als Ziel ausgegeben worden. Gewünscht war aber ein einstelliger Tabellenplatz.
Der Blick auf die jüngsten direkten Duelle spricht nicht für den KSC: Die letzten beiden Spiele gegen Darmstadt gingen verloren, beide Male blieben die drei Punkte bei den Lilien.
Die Gesamtbilanz sieht aus Karlsruher Sicht besser aus. Genau die Hälfte aller Spiele gegen Darmstadt hat der KSC gewonnen. Achtmal gewann Darmstadt, neunmal gab es ein Unentschieden.
Ein Spieler, auf den beim KSC auch am Sonntag wieder der Fokus fallen dürfte, ist Louey Ben Farhat. Der 19 Jahre alte Offensivspieler ist einer der Gewinner der Saison und zählt zu den größten Hoffnungsträgern beim KSC.
In bislang 17 Zweitliga-Einsätzen kommt der Deutsch-Tunesier auf sechs Saisontore. Dabei hatte ihn ein Mittelfußbruch monatelang ausgebremst.
Trainer Christian Eichner hofft, dass Ben Farhat in den letzten Saisonspielen noch das „eine oder andere Törchen beisteuern“ kann.
Rund um Ben Farhat gibt es auch Spekulationen über Interesse anderer Clubs. Neben Vereinen aus dem Ausland sollen ihn auch der FC Bayern und Eintracht Frankfurt beobachten.
Eichner rät seinem jungen Spieler, bei einem möglichen Erstliga-Angebot genau hinzuschauen. Für ihn sei vor allem Spielzeit entscheidend.
„Ich bin immer ein großer Freund davon, dass junge Spieler Chancen haben, zu spielen. Das ist das A und O“, sagte Eichner vor dem Darmstadt-Spiel.
Man müsse „einen guten Spagat hinbekommen“, so Eichner weiter, „zwischen der Chance, das zu ergreifen, und der realistischen Chance, auf Einsätze zu kommen“.
Für Christian Eichner sind es die letzten Wochen als Trainer des Karlsruher SC. Nach dem Saisonfinale am 17. Mai wird er den Verein verlassen.
Sorgen um seinen Herzensclub mache er sich nicht. Im Fußball gehe es immer weiter, unabhängig von einzelnen Personen. Mit Blick auf die noch offene Nachfolge sagte Eichner: „Entscheidend ist, dass die Jungs in den nächsten Wochen ein Gesicht bekommen“.
Gegen Darmstadt kann der KSC seinen Fans noch einmal einen Heimsieg schenken. Danach bleibt nur noch ein weiteres Heimspiel im BBBank Wildpark.
Für die Mannschaft geht es also nicht nur um Punkte, sondern auch um einen guten Abschluss vor den eigenen Fans.