Krieg in der Ukraine: Spendenaktion "Karlsruhe hilft" läuft wieder an

03. Mai 2022 , 16:20 Uhr
Karlsruhe (pm/mt) – Um Ukrainer in Not zu unterstützen, läuft die Solidaritätsaktion „Karlsruhe hilft“ wieder an. Mit dem Projekt, das 2005 nach dem Tsunami an den Küsten Südostasiens mit rund 300.000 Toten erstmals gestartet wurde, koordiniert die Stadtverwaltung aktuell Hilfsaktionen und leitet Spendengelder aus der Bevölkerung gezielt an Projekte und Organisationen vor Ort weiter. Die Betroffenheit und der Wunsch der Karlsruher, helfen zu wollen, sei übergroß, betont Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. „Wir können mit ‚Karlsruhe hilft‘ unsere Solidarität mit den Ukrainerinnen und Ukrainern in spürbarer, vor Ort wirkungsvoller Hilfe zum Ausdruck bringen, die das Leid der Menschen wenigstens ein wenig zu lindern versucht“, so der OB.

Verschiedene Projekte werden unterstützt

Unter dem Dach von „Karlsruhe hilft“ setzt sich die Stadt aktuell für Projekte ein, die der Verein „Ukrainer in Karlsruhe“ organisiert. Darüber hinaus unterstützt sie mit den Spendengeldern Aktionen, die Karlsruhes französische Partnerstadt Nancy gemeinsam mit ihrer polnischen Partnerstadt Lublin auf die Beine gestellt hat. Ähnlich ist der kürzliche Austausch mit der ukrainischen Stadt Czernowitz, die ihrerseits mit der Karlsruher Partnerstadt Temeswar (Rumänien) verbunden ist und deren Krankenhaus seit Beginn des Krieges zudem Partnerkrankenhaus des Universitätsklinikums Halle (Saale) ist. Der Einrichtung fehlen wichtige medizinische Geräte und Medikamente, um besonders die chirurgische Versorgung von Kindern in der Region zu sichern. Eine Bedarfsliste an fehlender Medizintechnik für die Kinderchirurgie und Kindertraumatologie haben die Ukrainischen Ärzte mittlerweile an die Stadt Karlsruhe und das Städtische Klinikum übermittelt. Jetzt wird geprüft, wie Karlsruhe helfen kann. Zudem unterstützt das Universitätsklinikum Halle die Aktion. Czernowitz liegt etwa 40 Kilometer von der rumänischen Grenze entfernt und ist die wirtschaftlich bedeutendste Stadt im Südwesten der Ukraine.

Spenden gehen auch an „Rosinen-Initiative“

Mit Spenden über „Karlsruhe hilft“ will die Stadt Karlsruhe auch die „Rosinen-Initiative“ von Olga und Wladimir Skripnik unterstützen. Die beiden Karlsruher führen mit ihrem Unternehmen Domofloor seit vielen Jahren aus der westlichen Ukraine (Region Lwiw) Paletten nach Westeuropa ein und nutzen nun ihre nach Lwiw zurückkehrenden LKW, um notwendige Hilfsgüter dorthin zu transportieren. Mittlerweile haben sie 168 Fuhren realisiert. Von Lwiw werden die Spenden im ganzen Land verteilt. Über persönliche Kontakte in der Ukraine sowie „Narodna Samooborona“, eine Nichtregierungsorganisation vor Ort, kann genau analysiert werden, was die Menschen benötigen und zudem sichergestellt werden, dass die Transporte die richtigen Empfänger erreichen. Mehr unter www.rosinen-initiative.de.

Hier können Sie spenden

Das 2005 vom ehemaligen Oberbürgermeister Heinz Fenrich initiierte Solidaritätsprojekt „Karlsruhe hilft“ wurde von der Verwaltung in der Vergangenheit unter anderem nach dem Geiseldrama in der Karlsruher Nordstadt 2012 mit fünf Toten, nach dem Taifun auf den Philippinen 2013 sowie jüngst für die Corona-Pandemie reaktiviert. Spenden können unter dem Stichwort „Karlsruhe hilft“ auf das Spendenkonto der Stadt Karlsruhe eingezahlt werden: IBAN DE10 6605 0101 0108 0777 77, BIC KARSDE66XXX (Sparkasse Karlsruhe Ettlingen). Für alle Spenden, die auf ein öffentliches Sonderkonto eingezahlt werden, gilt – unabhängig von der sonst geltenden 100-Euro-Grenze – der vereinfachte Spendennachweis per Bareinzahlungsbeleg oder Buchungsbestätigung. Unabhängig davon stellt die Stadt Karlsruhe auf Wunsch Zuwendungsbestätigungen aus.

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