Kretschmann verteidigt Entscheidung für Silvester ohne Lockerungen

07. Dezember 2020 , 04:40 Uhr

Stuttgart (dpa/lk) – Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat die Entscheidung verteidigt, die Corona-Maßnahmen rund um Weihnachten zu lockern, an Silvester jedoch nicht. Auch die Landesregierung in Rheinland-Pfalz will anders als bislang geplant die Corona-Regeln für Treffen zum Jahresende nicht wesentlich lockern.

Silvester ausgelassen und kein Feiertag

„Weihnachten ist ein eher ruhiges Fest der Familie. Silvester ist ausgelassen“, sagte Kretschmann. Außerdem sei Silvester kein Feiertag. Die beiden Feste könne man nicht gleichsetzen. Zudem seien schon die Lockerungen vom 23. bis zum 27. Dezember „nicht risikoarm“.

Zehn Personen an Weihnachten

In Baden-Württemberg dürfen sich an den fünf Tagen rund um Weihnachten zehn Personen treffen, unabhängig vom Verwandtschaftsgrad und der Zahl der beteiligten Haushalte. Kinder unter 14 Jahren zählen dabei nicht mit. Hotelübernachtungen sind zudem für Familienbesuche erlaubt.

Keine Grenzschließung zur Schweiz

Kretschmann betonte außerdem, die Grenze zur Schweiz solle trotz teils hoher Infektionszahlen im Nachbarland weiter offenbleiben. „Die Grenzschließungen in der ersten Welle im Frühjahr haben zu ziemlichen Verwerfungen und zu großem Verdruss geführt“, sagte er. Jetzt müsse dafür gesorgt werden, dass die Vorschriften auf beiden Seiten der Grenze ähnlich seien.

Auch keine Lockerungen in Rheinland-Pfalz

Auch die Landesregierung in Rheinland-Pfalz will anders als bislang geplant die Corona-Regeln für Treffen zum Jahresende nicht wesentlich lockern. Es sei zwar noch kein Beschluss gefasst, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Aber voraussichtlich werde es zu Silvester keine Ausnahmen von den Kontaktbeschränkungen geben. Für die Weihnachtszeit, vom 23. bis 27. Dezember, könnten Treffen von zehn Menschen aus drei Haushalten ermöglicht werden – „Kernfamilie und engste Freunde“, sagte Dreyer. Ende November hatte die rheinland-pfälzische Landesregierung noch mitgeteilt, dass vom 23. Dezember bis zum 01. Januar Treffen bis zu zehn Menschen erlaubt sein sollten – Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. Außerhalb dieser Zeit gilt eine Kontaktbeschränkung von fünf Menschen aus zwei Haushalten.

Keine Silvesterpartys – Zahlen zu hoch

„Die Zahlen sind nicht so, wie wir es uns wünschen“, sagte Regierungschefin Dreyer zur jüngsten Entwicklung der Corona-Infektionen. „Das Ziel ist klar – wir müssen von den Zahlen runter.“ Partys zum Jahreswechsel seien diesmal nicht denkbar, sagte Dreyer. Große Menschenansammlungen mit hohem Alkoholkonsum an Silvester seien nicht zu verantworten und sollten auf öffentlichen Plätzen und auf öffentlichen Straßen ebenso verboten werden wie Silvesterfeuerwerk.

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