Baden-Württemberg (dpa/dk) – Offene Worte vom baden-württembergischen Ministerpräsidenten: Winfried Kretschmann hat über die Belastungen seines Amtes gesprochen und deutlich gemacht, dass er dem Ende seiner Regierungszeit mit Erleichterung entgegensieht.
In einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ sagte Kretschmann:
„Ich bin froh, dass ich aufhöre.“
Der Ministerpräsident beschrieb seinen Job als sehr fordernd. Er sei inzwischen 77 Jahre alt, das Amt sei eine Bürde. „Ich schlafe oft schlecht und zu wenig“, so Kretschmann.
Schon kleinere Probleme könnten ihn nachts wachhalten, erklärte der Regierungschef. Es gehe um Dinge, die geregelt oder verhindert werden müssten. In diesem Zusammenhang zitierte er einen Satz, den er nach eigenen Worten nur selten verwende:
„Aus einem Funken kann ein Steppenbrand entstehen.“
Viele Ministerpräsidenten hätten mit ähnlichen Schlafproblemen zu kämpfen, sagte Kretschmann weiter.
Trotz allem blickt der Grünen-Politiker nach vorn. Er freue sich darauf, die große Verantwortung nicht mehr tragen zu müssen. Kretschmann ist seit 2011 Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
Bei der Landtagswahl am 8. März 2026 tritt er nicht mehr an.