Kretschmann sieht Land im Übergang zur Endemie

20. September 2022 , 14:30 Uhr

Region (dpa) – Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht das Land im „Übergang von der Pandemie zur Endemie“ und hält derzeit keine weiteren Corona-Schutzmaßnahmen für nötig. Diese Entwicklung bedeute für ihn, dass er „vom ‚Team Vorsicht‘ ins ‚Team Liberalisierung'“ wechseln könne, sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart. „Bei einer Endemie sind die Leute wieder selbst für sich verantwortlich. In der Phase sind wir.“ Eine Überlastung der Kliniken sei derzeit nicht zu befürchten, da die neuen Omikron-Varianten zwar ansteckend seien, aber nicht zu gravierenden Erkrankungen führten.

Das ist eine Endemie

Eine Endemie beschreibt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) eine Krankheit in einer bestimmten Region, an der ein größerer Teil der Bevölkerung regelmäßig erkrankt. Im Fall von Corona bedeutet das, dass das Virus trotz Impfungen und Schutzmaßnahmen nicht verschwinden wird, sondern immer wieder auftritt, aber mit vermutlich leichten Symptomen.

„dürftiger“ Instrumentenkasten der Länder

Kretschmann bedauerte trotz der neuen Lage, dass der Instrumentenkasten der Länder im Kampf gegen die Pandemie „dürftig“ sei. Aber der Bundestag habe dies nun mal so beschlossen. Es sei ihm in der Corona-Politik immer darum gegangen, für eine neue Welle gewappnet zu sein und entsprechend reagieren zu können, stellte er klar. Die Kritik, er sei ein „scharfer Hund“, sei „Blödsinn und nicht der Fall.“

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