Karlsruhe/Karlsbad (pm/tk) – Die Kliniken in Karlsruhe und Langensteinbach schließen heute – nur symbolisch – ihre Türen. Gesetzespläne setzen Krankenhäuser weiter unter Druck.
Wie ein Großteil der Krankenhäuser in Deutschland stehen auch die Kliniken in der Region Karlsruhe seit Jahren vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Ein geplantes Gesetz des Bundes verschärft die wirtschaftliche Situation der Gesundheitsversorger noch einmal drastisch.
Bereits seit Jahren machen die Stadt Karlsruhe, das Städtische Klinikum Karlsruhe, die ViDia Christliche Kliniken Karlsruhe und das SRH Klinikum Karlsbad-Langesteinbach immer wieder auf die unzureichende Krankenhausfinanzierung aufmerksam. Während Unternehmen am freien Markt Mehrkosten durch Preiserhöhungen oder Anpassungen im Angebot ausgleichen, sind Kliniken an feste Vergütungsstrukturen gebunden. Im derzeitigen Finanzierungssystem sind die Kostensteigerungen der letzten Jahre wie Personalkosten und Inflation nicht ausreichend refinanziert. Durch das geplante GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz und das damit einhergehende Sparpaket der Bundespolitik zur Stabilisierung der Krankenkassen wird die finanzielle Belastung der Kliniken in Deutschland nun noch einmal deutlich größer.
Am Freitagmorgen werden zudem an allen beteiligten Kliniken symbolisch die Eingänge geschlossen – am Klinikum Karlsruhe eine der beiden Eingangstüren am Hauptgebäude Haus M. Mit der Aktion wollen die Kliniken Patientinnen und Patienten sowie Passantinnen und Passanten auf die finanziellen Herausforderungen und die Folgen des geplanten Gesetzes aufmerksam machen. Die Patientenversorgung wird ohne Einschränkungen sichergestellt und der Zutritt zu den Kliniken ist jederzeit möglich. Das Städtische Klinikum Karlsruhe, die ViDia Kliniken Karlsruhe und das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach schließen sich mit dieser Geste einer landesweiten Aktion der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) an.