Pforzheim (pm/dk) – Kurz vor der Landtagswahl wollen Klimaaktivisten in Pforzheim ein Zeichen setzen. Die Ortsgruppe von Fridays for Future ruft für Freitag, 27. Februar 2026, zum Klimastreik in der Innenstadt auf. Beginn ist um 16:00 Uhr am Marktplatz mit Redebeiträgen. Ab 16:30 Uhr zieht ein Demonstrationszug durch die Pforzheimer Innenstadt.
Beginn ist um 16:00 Uhr am Marktplatz mit Redebeiträgen. Ab 16:30 Uhr zieht ein Demonstrationszug durch die Innenstadt.
Mit der Aktion möchte Fridays for Future Baden-Württemberg nach eigenen Angaben die Bedeutung des Klimaschutzes im Wahlkampf hervorheben und den Fokus auf ökologische Herausforderungen vor Ort und im Land lenken.
„Wir machen Klimaschutz im Wahlkampf unüberhörbar. Gerade Baden-Württemberg hat das Potenzial – und damit auch die Verantwortung –, beim Klimaschutz wirklich voranzugehen und eine gerechte Zukunft zu gestalten. Deshalb finden am 27. Februar landesweit Aktionen unter dem Motto ‚Baden-Württemberg – wir können Klima‘ statt, denen wir uns mit diesem Klimastreik anschließen,“ erklärt Florian Martens von der Pforzheimer Ortsgruppe.
Die Initiative verweist besonders auf die Situation in Pforzheim. Die Werte in der Luisenstraße wiesen die dritthöchste Konzentration des Dieselabgasgiftes Stickstoffdioxid in Baden-Württemberg auf und lägen damit deutlich über den ab 2030 geltenden WHO-Grenzwerten.
„Dies macht deutlich, dass gerade in Pforzheim dringend mehr für gesundheitsfreundliche Mobilität getan werden muss. Mehr und sichere Fahrradwege, zuverlässige Busverbindungen und attraktive Fußwege. Denn Klimaschutz ist gleichzeitig Gesundheitsschutz,“ betont Felix Ewers.
Auf Landesebene fordert Fridays for Future unter anderem Klimaschutz als kommunale Pflichtaufgabe, einen landesweiten Klimaanpassungsfonds sowie eine Transformationsförderung für Unternehmen.
Die vollständigen Forderungen sind online abrufbar.
„Es kann nicht sein, dass Baden-Württemberg seine Klimaziele so drastisch verfehlt. Das Land muss die Rahmenbedingungen schaffen, dabei unterstützen und dazu verpflichten, Klimaschutz umzusetzen. Die nächste Landesregierung hat die klare Verantwortung, dafür einen verlässlichen Plan vorzulegen”, ergänzt Ina Reinhart.