Kitas in Rastatt und anderen Städten sollen erneut geschlossen bleiben

25. April 2022 , 14:11 Uhr

Rastatt/Stuttgart (dpa/lk) – Viele Eltern müssen sich in dieser Woche erneut darauf einstellen, eine andere Lösung für die Betreuung ihrer Kinder zu finden. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ruft die Erzieherinnen und Erzieher im Südwesten in mehreren Kommunen erneut zu Warnstreiks auf. Betroffen sind auch alle städtischen Kindertageseinrichtungen in Rastatt – sie bleiben am Dienstag ganztägig geschlossen. Außerdem wird es am Morgen eine Kundgebung zwischen Landratsamt und Reithalle geben.

Geschlossene Kitas am Dienstag in Rastatt

Verdi-Vizechefin Hannah Binder sagte in Stuttgart, um die immer größere Fachkräftelücke im Sozial- und Erziehungsdienst zu schließen wollten die Arbeitgeber weiterhin auf Werbekampagnen setzen. Sie lehnten Gespräche über eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen ab und somit auch Vereinbarungen zur Qualität der Angebote. Mit geschlossenen Einrichtungen müssen Eltern am Dienstag im Kreis Ludwigsburg, in Ulm sowie in Rastatt und Offenburg rechnen. Am Mittwoch sollen dann Beschäftigte im Rems-Murr-Kreis und im Raum Heilbronn ihre Arbeit befristet niederlegen.

Kundgebung zwischen Landratsamt und Reithalle

In Rastatt werden am Dienstag alle städtischen Kindertagesstätten sowie Teile des Landratsamtes ganztägig geschlossen bleiben. Zudem findet um 9 Uhr eine Kundgebung auf dem Platz zwischen dem Landratsamt und der Reithalle statt. Die Gewerkschaft Verdi kündigt den Streik bewusst an, damit sich Eltern um anderweitige Betreuungsmaßnahmen kümmern können. „Sie sollen nicht die Leidtragenden der Aktion sein“, heißt es in einer Mitteilung.

Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen

Die Arbeitgeberseite hatte die Warnstreiks in der Vergangenheit regelmäßig kritisiert und erklärt, man sei in konstruktiven Verhandlungen und die Gewerkschaften könnten an diesen sehen, dass man so agiere, dass eine Einigung möglich sei. Verdi fordert für die bundesweit rund 330.000 betroffenen Beschäftigten bessere Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen Fachkräftemangel und eine höhere Eingruppierung vieler Mitarbeiter. In Baden-Württemberg sind nach Angaben der Arbeitgeber rund 50.000 Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst betroffen. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 16. und 17. Mai in Potsdam geplant.

Anzeige
Betreuung Dienstag Eltern Erzieher geschlossen Kitas Rastatt Streik

Das könnte Dich auch interessieren

15.01.2026 Fremder Mann packt Mädchen am Arm - Polizei Rastatt sucht Zeugen Rastatt (pol/tk) - Eine Horrorvorstellung für alle Eltern: Ein Unbekannter versucht euer Kind mit sich zu locken. So geschehen in Rastatt - glücklicherweise rief das Mädchen um Hilfe und der Mann flüchtete. Die Polizei sucht nun dringend Zeugen und gibt Eltern Tipps, wie ihr eurer Kind auf unheimliche Situationen vorbereiten könnt. 05.05.2026 Neue Hoffnung im Mordfall von Lahr: „Aktenzeichen XY“ greift Cold Case auf Rastatt/Lahr (dpa/dk) - Seit mehr als 26 Jahren ist der Mord an einem Arzt aus Lahr ungeklärt. Jetzt hoffen die Ermittler auf den Durchbruch: Neue Hinweise, moderne DNA-Analysen und die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ sollen helfen, den Täter doch noch zu finden. Neben dem Mordfall aus Lahr wird in „Aktenzeichen XY" am Mittwochabend auch ein weiterer ungeklärter Fall aus Rastatt vorgestellt. 05.05.2026 Auto prallt gegen Sattelzug - tödlicher Unfall auf B462 bei Rastatt Rastatt (pol/tk) - Viele von Euch standen heute morgen schon im Stau auf der B462. Auf Höhe der A5-Auffahrt Rastatt-Nord sind ein Auto und ein Lkw zusammengeprallt. Der Autofahrer ist dabei ums Leben gekommen. Wegen der Bergungsarbeiten mussten die Bundesstraße und die Anschlussstelle zeitweise komplett gesperrt werden. 13.04.2026 Im PFC-Skandal können die Stadtwerke Rastatt auf Millionenentschädigung hoffen Baden-Baden (dpa/tk) - Im Streit um PFC-belasteten Kompost hat das Landgericht Baden-Baden den Stadtwerken Rastatt einen Anspruch auf Entschädigung zugesprochen. Über die genaue Summe ist noch nicht entschieden - aber sie könnte sehr hoch ausfallen. Die Stadtwerke fordern 6,5 Millionen Euro von einem Kompostunternehmer.