KIT bleibt Exzellenzuni - Millionenförderung vom Bund gesichert

12. März 2026 , 04:17 Uhr

Karlsruhe (pm/tk) – Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat sich erneut erfolgreich in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder durchgesetzt. Nach Begutachtung durch ein international besetztes Expertenkomitee ist klar: Das KIT darf weiter den Titel Exzellenzuniversität tragen. Damit verbunden ist eine Förderung von insgesamt bis zu 105 Millionen Euro in den nächsten sieben Jahren.

Lohn für große Anstrengungen

Die Exzellenzkommission traf die Entscheidung, dass das KIT weiter zu den ausgewählten Exzellenzuniversitäten Deutschlands gehört. „Wir sind überglücklich. Das ist der Lohn für die großen Anstrengungen der vergangenen Jahre“, sagt Professor Jan S. Hesthaven, Präsident des KIT. „Ich danke allen, die sich für die Weiterentwicklung des KIT eingesetzt und an den erneuten Titelgewinn geglaubt haben. Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und die Förderung als Exzellenzuniversität. Damit können wir unsere internationale Spitzenstellung in der Forschung weiter stärken und unsere Vision ‚Science for Impact‘ noch schneller umsetzen. Das ist wichtig, denn die Herausforderungen unserer Zeit erfordern mutige Lösungen, die Wissenschaft und Gesellschaft in enger Partnerschaft entwickeln müssen.“

Exzellente Forschungsleistung

Anfang Dezember vergangenen Jahres fand die Vor-Ort-Begutachtung des KIT durch das internationale Expertenkomitee statt. Hier konnte das KIT seine Erfolge der zurückliegenden Jahre und die strategischen Planungen für die nächsten Jahre präsentieren. Die Forschungsstärken liegen vor allem an der Schnittstelle von Ingenieur- und Naturwissenschaften. Sie reichen von Quantentechnologien über Batterie- und Materialforschung bis hin zu Gesundheitstechnologien. So wurde die Zahl der eingeworbenen Sonderforschungsbereiche deutlich gesteigert und mehr Spitzenpositionen in Rankings erreicht. Forschende erhielten mehr Auszeichnungen. Zudem richtete das KIT knapp 50 zusätzliche Professuren ein, verdreifachte die Anzahl an Tenure-Track Professuren und erhöhte den Frauenanteil um ein Drittel. Hinzu kommt das Alleinstellungsmerkmal als einzige Universität mit Großforschungsauftrag. Die Vision „Science for Impact“ überzeugte als konsequente Fortsetzung dieses Weges hin zu einer modernen und agilen Institution.

Förderung stärkt gesellschaftsrelevante Forschung

Die mit der Förderung als Exzellenzuniversität verbundenen finanziellen Möglichkeiten will das KIT nutzen, um die drei Säulen seiner Vision „Zukunft gestalten“, „Wissenschaft und Innovation vorantreiben“ sowie „Talente fördern“ erfolgreich zu stärken und mit gezielten Maßnahmen voranzutreiben. So unterstützt das Förderinstrument KIT Future Fields auch künftig herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über alle Disziplinen hinweg durch zusätzliche finanzielle Freiräume, um zukunftsweisende Forschungsvorhaben zu entwickeln und umzusetzen.

Seine Spitzenforschung baut das KIT konsequent weiter aus. Das Förderinstrument Research Infrastructures in Research-Oriented Teaching trägt dazu bei, die großen Forschungsinfrastrukturen des KIT in innovative Lehr- und Lernformate zu integrieren.

Um einen gesamtgesellschaftlichen Beitrag zur Bewältigung aktueller Herausforderungen zu leisten, ist es zentral, wissenschaftliche Erkenntnisse zu reflektieren und im Austausch mit der Gesellschaft zu erproben. So sollen beispielsweise Forschungs- und Transferaktivitäten noch stärker mit den stadtgesellschaftlichen Akteuren im Sinne einer „Science City“ verknüpft werden.

Zusätzlich will das KIT künftig noch mehr in eigene Stärken investieren. Die beiden Exzellenzcluster in der Batterie- und Materialforschung passen genauso zur Hightech Agenda der Bundesregierung wie die Themen Cyber Security, Mikroelektronik, Quanten- und Fusionsforschung. Die Forschung an Gesundheitstechnologien wird weiter ausgebaut und der Transfer der Forschungsergebnisse in die Gesellschaft durch die bestehenden Reallabore gefördert.

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