Karlsruhe (ms) - Kim Stüber aus Karlsruhe war deutsche Meisterin im Freiwasserschwimmen – über fünf und 2,5 Kilometer. Auch heute trainiert sie noch regelmäßig und kommt dabei auf bis zu 30 Schwimmkilometer pro Woche. Im Interview erzählt sie von ihrem Training, schönen Seen in der Region und davon, warum sie sich wieder mehr Menschen im Wasser wünschen würde.
Kim Stüber war vor ungefähr fünf Jahren deutsche Meisterin im Freiwasserschwimmen. Sie gewann den Titel über fünf Kilometer und über 2,5 Kilometer.
Heute ist sie im Masters-Bereich aktiv. Dort werden die Schwimmerinnen und Schwimmer in Altersklassen eingeteilt, die jeweils fünf Jahre umfassen. Kim Stüber ist aktuell in der Altersklasse von 50 bis 54 Jahren.
An ihren Meistertitel erinnert sie sich gerne zurück:
„Ja, ja, schon. Also das ist dann sehr aufregend und emotional, wenn man dann so gewinnt, weil man trainiert ja auch sehr hart dafür. Und ja.“
Training gehört für Kim Stüber fest zum Alltag. Sie trainiert sechs- bis siebenmal pro Woche. Vier- bis fünfmal davon geht sie schwimmen.
Dazu kommen Krafttraining sowie Ausdauer- und Konditionstraining im Fitnessstudio oder draußen. Im Winter macht sie außerdem ein bisschen Langlauf, weil die Bewegung laut Stüber dem Schwimmen ähnlich ist.
Bei einem Schwimmtraining legt sie ungefähr fünf bis sechs Kilometer zurück. Insgesamt kommen so etwa 20 bis 30 Kilometer pro Woche zusammen.
Beim Freiwasserschwimmen ist Kim Stüber häufig alleine unterwegs. Nach ihrer Aussage gibt es in Karlsruhe fast keine Freiwasserschwimmer.
Trotzdem genießt sie ihre Zeit im Wasser:
„Trotzdem genieße ich das sehr, weil man ist in der freien Natur und man sieht immer irgendwelche Tiere, also Schlangen oder Wildgänse oder Frösche oder so, und ich finde das ganz schön, dann mit denen zu schwimmen.“
Wer das Freiwasserschwimmen ausprobieren möchte, dem empfiehlt Kim Stüber unter anderem Grötzingen.
Dort könne man gut parken und es gebe Bojen im See. Wer Angst davor habe, weiter ins tiefe Wasser zu schwimmen, könne sich an den Bojen festhalten. Außerdem könne man sie als Bahnen nutzen und so zählen, wie viele Bahnen man geschwommen ist.
Auch Weingarten nennt sie als Tipp. Dort sei das Wasser sehr sauber und man könne gut am Strand liegen.
Als dritten See empfiehlt sie Untergrombach. Dort gebe es eine Insel direkt am Strandbereich. Zwischen der Insel und dem Strand sei das Wasser nicht tief. Gerade kleine Kinder könnten dort planschen und spielen und sich so an das Freiwasserschwimmen gewöhnen.
Einen Trend auf den Seen sieht Kim Stüber kritisch. Immer mehr Menschen seien mit Stand-up-Paddles oder Badeinseln unterwegs und würden damit auch ins tiefe Wasser fahren, obwohl sie teilweise selbst nicht schwimmen könnten.
Sie wünscht sich deshalb, dass mehr Menschen wieder selbst schwimmen gehen.
„Also erst gestern war ich schwimmen und da war ich, glaube ich, die einzige, die im tiefen Wasser unterwegs war. Und sonst war nur Stand up Paddles und Boote und eben diese Badeinseln unterwegs und niemand ist wirklich schwimmen gegangen. Und das finde ich ein bisschen traurig, weil Schwimmen ist halt so ein schöner Sport. Und ja, ich finde, das sollte ein bisschen mehr wieder in den Vordergrund kommen.“