Außenseiter überrascht die Favoriten
Der Best Solution-Sohn Loucas war am Toto als 12:1-Außenseiter stark unterschätzt, zeigte aber nach frühem Vorstoß und starker Endphase, dass er in dieser Klasse bestehen kann. Mit einerinviertel Längen Vorsprung verwies er die englische Favoritin Bella Lyra auf Platz zwei. Dahinter belegte Avyaan Rang drei, knapp vor dem hoch gehandelten Nardos.
Stimmen zum Rennen
„Ich habe gar nicht verstanden, weshalb Loucas am Toto so unterschätzt wurde, denn seine Form war im Preis des Winterfavoriten stark aufgewertet worden. Er geht nun in die Winterpause, und wir sind sehr optimistisch für das nächste Jahr“, erklärte Besitzer und Züchter Manfred Ostermann.
Jockey Andrasch Starke berichtete: „Wir hatten gleich eine gute Position. Auf der Geraden habe ich kurz auf eine Lücke gewartet, dann war die innere Spur frei und Loucas hat gleich angezogen. Auf den letzten 200 Metern hat er etwas auf die Video-Leinwand geschaut, aber spielerisch gewonnen. Die besten Pferde waren vorne.“
Trainer Waldemar Hickst ergänzte: „Andrasch Starke hat ihm einen Super-Rennverlauf serviert. Schon in Hannover war Loucas gut gelaufen. Ich hatte dem Besitzer gesagt, er sollte sein Pferd wetten.“
Starke Konkurrenz
Bella Lyra unterlag knapp, während Avyaan mit viel Kampfgeist Platz drei sicherte. „Er hat mit diesem Gewicht viel Moral gezeigt“, so Trainer Andreas Wöhler. Für Nardos blieb nur Rang vier, Trainer Henk Grewe meinte: „Bei einer besseren Startnummer wären wir Dritter geworden.“
Das Rennen war zugleich eine emotionale Erinnerung an den unvergessenen Ferdinand Leisten, dem Namensgeber des Memorials, der als Funktionär, Auktionator und Züchter Galoppsportgeschichte geschrieben hat.