Pforzheim (pol/tk) – Das Polizeipräsidium Pforzheim hat seine Verkehrsunfallstatistik 2025 veröffentlicht. Trotz vieler Unfälle auf der A8 hat es im vergangenen Jahr keine Verkehrstoten auf der Autobahn gegeben. Jedoch sind abseits – auf Bundes- und Landesstraßen sowie Innerorts – mehr Menschen dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen.
Die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle stieg gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 0,6 Prozent. Demgegenüber stehen jedoch deutliche Zuwächse bei Unfällen mit vulnerablen Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern, Radfahrern und Pedelec-Nutzern.
Die Polizei reagiert auf diese Entwicklung mit verstärkten Präventions- und Kontrollmaßnahmen. Ziel bleibt es, die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen und die Zahl schwerer Verkehrsunfälle weiter zu senken.
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden nahm im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent zu. Besonders deutlich fiel der Anstieg im Stadtkreis Pforzheim mit plus 20 Prozent aus. In den Landkreisen Calw und Freudenstadt war hingegen ein Rückgang festzustellen. Im Mehrjahresvergleich bewegt sich die Entwicklung weiterhin im Bereich des langfristigen Durchschnitts.
Im Jahr 2025 verloren im Präsidiumsbereich 27 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben. Das sind acht mehr als im Vorjahr. Während die Zahl der tödlich Verletzten im Stadtgebiet Pforzheim leicht zurück ging und in den Landkreisen Calw und Freudenstadt unverändert blieb, war im Enzkreis ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Sehr erfreulich: Auf dem im Zuständigkeitsbereich liegenden Abschnitt der A8 gab es 2025 keine tödlich verletzten Personen.
Überdurchschnittlich häufig Opfer von tödlichen Verkehrsunfällen waren ältere Menschen sowie junge Erwachsene. Mehr als die Hälfte der tödlich Verunglückten entfällt auf diese beiden Altersgruppen. Rund zwei Drittel der Getöteten gehörten zudem zu den sogenannten vulnerablen Verkehrsteilnehmern – Fußgänger, Fahrradfahrer, Pedelec-Fahrer.
Als häufigste Unfallursachen erwiesen sich erneut ungenügender Sicherheitsabstand sowie nicht angepasste Geschwindigkeit. Im Stadtkreis Pforzheim waren zudem Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren die häufigste Unfallursache. Auf allen anderen Straßen war bei den tödlichen Verkehrsunfällen in rund einem Viertel der Fälle überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit unfallursächlich.
Die Zahl der Motorradunfälle erhöhte sich leicht um 1,8 Prozent. Deutlich angestiegen ist hingegen die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer von drei auf acht Fälle.
Die registrierten Fahrradunfälle nahmen um 10,8 Prozent zu. Die Zahl der dabei verletzten Radfahrer stieg um 12,3 Prozent. In etwa sieben von zehn Fällen waren die Radfahrer selbst Hauptverursacher des Unfalls. Auch bei Pedelecs wurde ein Anstieg der Unfallzahlen um 10,5 Prozent festgestellt. Auffällig dabei: Alle tödlich verunglückten Radfahrer waren mit einem Pedelec unterwegs.
Unfälle unter Beteiligung von Elektrokleinstfahrzeugen (eKF) stiegen um 13,3 Prozent, die Zahl der verletzten eKF-Nutzer nahm um 16,1 Prozent zu.
Die Zahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern erhöhte sich um 7,1 Prozent. Unfälle mit Personenschaden in dieser Altersgruppe stiegen um 12,2 Prozent. Diese Entwicklung wird von der Polizei besonders aufmerksam beobachtet und bildet für 2026 einen Handlungsschwerpunkt.
Sowohl alkohol- als auch drogenbeeinflusste Verkehrsunfälle nahmen weiter zu. Die Zahl der Alkoholunfälle stieg um 7,3 Prozent, drogenbedingte Unfälle um 9,7 Prozent. Besonders betroffen waren der Enzkreis, der Landkreis Calw sowie die A8.