Region (pm/dk) – Grillen, draußen sitzen, Feiertage genießen: Entlang des Rheins dürfte das Pfingstwochenende in diesem Jahr weitgehend ohne lästige Stechmücken ablaufen. Die Stechmückenjäger der Kabs rechnen wegen des trockenen Frühjahrs nicht mit einer großen Schnakenplage. Ein Thema bleibt aber die Asiatische Tigermücke.
Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage, kurz Kabs, erwartet entlang des Rheins ein ruhiges Pfingstwochenende. Der Grund: Im trockenen Frühjahr ist ein größeres Hochwasser ausgeblieben.
Gerade Hochwasser sorgt sonst häufig dafür, dass sich Auwaldstechmücken stark vermehren. Trotz einiger Niederschläge ist der Rhein aber nicht über die Ufer getreten. Deshalb waren größere Bekämpfungseinsätze in den Rheinauen bislang nicht nötig.
Laut Kabs verläuft das Jahr bisher vergleichsweise entspannt. Nach einem überschaubaren Saisonstart habe es nur kleinere, lokale Einsätze gegeben. Ursache dafür sei vor allem der trockene Frühling.
Für die Stechmückenjäger bedeutet das ein selten ruhiges Pfingstwochenende. Nach Daten der Messstation Maxau blieb seit dem Jahr 2000 weniger als jeder dritte Pfingstsonntag unterhalb des mittleren Wasserstands. Zuletzt war das 2022 der Fall.
Wie sich die Lage im Sommer entwickelt, ist laut Kabs noch offen. Sollten stärkere Niederschläge zu Hochwasser führen, können Einsätze gegen Auwaldstechmücken weiterhin nötig werden.
Möglich seien solche Einsätze bis Mitte September.
Parallel läuft in vielen Kommunen bereits seit Mitte April die Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke. Dabei setzt die Kabs verstärkt auf Beratung der Anwohnerinnen und Anwohner.
Sie sollen dabei helfen, mögliche Brutstätten selbst zu beseitigen. Denn Tigermücken nutzen oft kleine Wasserstellen zur Vermehrung.
Die Kabs ist ein gemeinnütziger Verein. In ihr sind Kommunen aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zusammengeschlossen.
Die Arbeit der Stechmückenjäger ist aufwendig: Am Boden müssen sich die Expertinnen und Experten durch dichtes Unterholz kämpfen. Viele Brutstätten werden aber auch aus der Luft behandelt. Dafür verteilt die Kabs von einem Hubschrauber aus den Wirkstoff Bti gegen Larven.