Baden-Baden (pol/ms) – Diese Katze hatte offenbar Lust auf ein nächtliches Wasserexperiment: In Baden-Baden hat ein Stubentiger einen Wasserhahn aufgedreht und damit einen Einsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Am Ende stand nicht nur die Küche unter Wasser.
Passiert ist das Ganze in der Nacht auf Donnerstag in einer Wohnung in der Geroldsauer Straße. Gegen 1 Uhr meldete sich die Wohnungsinhaberin telefonisch bei der Leitstelle. Sie selbst war zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause und konnte zunächst auch ihre „Katzensitterin“ nicht erreichen.
Über eine Überwachungskamera in der Wohnung hatte die Frau allerdings festgestellt, dass ihre Katze offenbar den Wasserhahn aufgedreht hatte.
Daraufhin rückte die Feuerwehr Baden-Baden an.
Vor Ort zeigte sich schnell, dass die tierische Aktion bereits Folgen hatte: Aus der Wohnung tropfte Wasser in das darunterliegende Kellerabteil eines Nachbarn.
Im weiteren Verlauf konnten die Einsatzkräfte die „Katzensitterin“ erreichen. Sie brachte den Wohnungsschlüssel vorbei, sodass die Feuerwehr die Tür nicht gewaltsam öffnen musste.
Beim Betreten der Wohnung zeigte sich dann das ganze Ausmaß des Missgeschicks. In der Küche spritzte der Wasserhahn weiter umher. Dort stand das Wasser bereits so hoch, dass es sich auch in weitere Zimmer ausgebreitet hatte.
Die Feuerwehr dämmte das Wasser zunächst mit Handtüchern ein. Außerdem informierten die Einsatzkräfte die Wohnungsinhaberin darüber, dass dringend Trocknungsmaßnahmen notwendig seien, um weitere Schäden zu verhindern.
Der tierischen Verursacherin geht es laut Polizei soweit gut. Und auch juristisch dürfte sie die Sache entspannt sehen: „Strafprozessuale Maßnahmen wegen Sachbeschädigung hat sie seitens der Polizei nicht zu befürchten.“
Ob es künftig allerdings ein Wasserhahn-Verbot für die Katze gibt, ist nicht bekannt.