Karlsruhe (pm/lk) – Ausgemusterte Stadtbahnen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft könnten bald zum mobilen Hofladen werden: Die AVG und die Hochschule Offenburg haben dafür ein gemeinsames Projekt ins Leben gerufen.
Die AVG, Landwirte in der Region sowie zwei Studiengänge der Hochschule Offenburg möchten ausgemusterte Stadtbahnen zur Vermarktung von regionalen Produkten recyceln. Die AVG bedient Strecken von Karlsruhe nach Achern, in die Pfalz, in den Kraichgau und in den Schwarzwald. Überall dort werden regionale Produkte auf Höfen erzeugt. Bislang vermarkten die Landwirte ihre Waren meist direkt auf dem eigenen Hof oder auf Wochenmärkten. Ziel des Projekts ist es jetzt, die Waren nachhaltig mit Hilfe von ausgemusterten Bahnen zu den Kunden zu bringen. Pendler könnten so nicht nur nachhaltig an ihr Ziel kommen, sondern auch an den ohnehin täglich genutzten Haltestellen nachhaltig ihre Einkäufe erledigen.
Das Konzept sieht vor eine Stadtbahn zwischen verschiedenen Endhaltepunkten pendeln zu lassen, an denen sie Waren von Hofläden aufnimmt. An festen Verkaufshaltestellen auf der Strecke können die Kunden diese Waren zu bestimmten Verkaufszeiten in der stehenden Bahn einkaufen. Außerdem soll ein Webshop mit Bestellmöglichkeit angegliedert werden. Diese Online-Bestellungen können mit einem Lastenrads von der Haltestelle aus an die Privatadresse geliefert oder zur Selbstabholung an Haltestellen bereitgestellt werden. Weiterhin wird über Lebensmittelautomaten an ausgewählten Haltestellen nachgedacht. Ein möglicher Probebetrieb soll auf der Strecke Pfinztal, Karlsruhe, Albtal eingerichtet werden.
Um das Konzept bestmöglich auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten und so die Chancen auf seine Realisierung zu erhöhen, haben die Beteiligten jetzt eine Bedarfsumfrage gestartet. Diese wird anschließend von den Bachelor-Studierenden der Hochschule Offenburg ausgewertet. Je mehr Menschen mitmachen, desto besser. Zu gewinnen gibt es zwei Einkaufsgutscheine im Wert von 30 Euro von kooperierenden Hofläden aus der Region. Bitte unterstützen Sie die Studierenden sowie die heimischen Landwirte und nehmen an der Umfrage teil.