Karlsruhe (pm/dk) – Vollservice oder Teilservice? Karlsruherinnen und Karlsruher können ab sofort mitentscheiden, wie ihre Abfallbehälter künftig geleert werden. Noch bis zum 30. April 2026 läuft die Frist zur Wahl der gewünschten Servicestufe. Das teilt das Team Sauberes Karlsruhe (TSK) mit.
Künftig gibt es für die 2-rädrigen Abfallbehälter der Fraktionen Restmüll, Papier/Pappe und Bioabfall eine einheitliche Wahlmöglichkeit im gesamten Stadtgebiet.
Mit der Einführung der Wahlmöglichkeit werden die bislang unterschiedlichen Regelungen in den Stadtteilen vereinheitlicht.
Derzeit ist Karlsruhe in zwei Entsorgungsgebiete aufgeteilt:
In Hohenwettersbach, Neureut, Grünwettersbach, Palmbach und Wolfartsweier gilt aktuell der Teilservice. In allen anderen Stadtteilen gibt es den Vollservice.
Wer mit seiner bisherigen Servicestufe zufrieden ist, muss nichts unternehmen. Wer im bisherigen Teilservicegebiet künftig den Vollservice nutzen möchte, kann wechseln.
Wichtig: Bürgerinnen und Bürger im aktuellen Vollservicegebiet, die ihre Tonnen freiwillig am Straßen- oder Gehwegrand bereitstellen, können künftig durch die Wahl des Teilservice Gebühren sparen. Dafür ist allerdings eine offizielle Änderung der Servicestufe notwendig.
Die mögliche Ersparnis liegt – je nach Anzahl der Haushalte im Teilservice – zwischen rund zehn und 18 Prozent gegenüber den Vollservicepreisen.
Der Wechsel der Servicestufe ist möglich:
Die Entscheidung liegt bei den Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern. Mieterinnen und Mieter benötigen für eine Änderung eine Vollmacht.
In den ersten Wochen nach der Information sind bereits über 2.000 E-Mails mit Änderungswünschen bei der Abteilung Entsorgungslogistik des TSK eingegangen. Die Anträge werden derzeit in die Datenbank eingearbeitet.
Wer noch Fragen hat, kann sich persönlich beraten lassen:
am Freitag, 27. März, von 10:30 bis 18 Uhr und
am Samstag, 28. März, von 11 bis 15 Uhr
in der Tourist-Information am Marktplatz.
Bis die neue Regelung 2027 in Kraft tritt, müssen die Gebühren neu berechnet, Touren neu geplant und eine neue Satzung beschlossen werden.
Der Eigenbetrieb ist an 365 Tagen im Jahr im Einsatz. 540 Mitarbeitende kümmern sich um die Abfallentsorgung, die Straßenreinigung und den städtischen Winterdienst. Außerdem betreibt das TSK die Schadstoffsammlung sowie städtische Entsorgungsanlagen wie Wertstoffstationen, Kompostierungsanlagen und die Umladestation. Zusätzlich betreut der Eigenbetrieb den städtischen Fuhrpark und ist zentraler Mobilitätsdienstleister der Stadtverwaltung.