Karlsruhe (pm/svs) – Die Karlsruher Bäder bleiben wichtige Treffpunkte für Freizeit, Sport und Erholung. Trotz leichter Rückgänge bei den Besucherzahlen und großer Herausforderungen bei Personal und Kosten fällt die Jahresbilanz 2025 insgesamt stabil aus.
Bürgermeisterin Yvette Melchien und Oliver Sternagel, Amtsleiter und Geschäftsführer der Karlsruher Bäder, haben am Mittwoch, 29. April 2026, die Jahresbilanz 2025 im Europabad Karlsruhe vorgestellt. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr rund 1,48 Millionen Besucherinnen und Besucher in die zehn Karlsruher Bäder. Damit bewegen sich die Zahlen weiter auf einem hohen Niveau. Die Karlsruher Bäder sind nach Angaben der Stadt zentrale Orte für Freizeit, Sport und Erholung. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in Karlsruhe.
Bei den Besucherzahlen gab es 2025 insgesamt leichte Rückgänge. Diese lagen vor allem am Wetter und machten sich besonders im Freibadbereich bemerkbar. Die Freibäder blieben unter dem Vorjahresniveau. Die Hallenbäder entwickelten sich dagegen weiter stabil. Das Europabad Karlsruhe bleibt mit mehr als 512.000 Gästen im Jahr das besucherstärkste Bad der Region. Auch das Fächerbad Karlsruhe bleibt mit mehr als 321.000 Besucherinnen und Besuchern ein wichtiger Teil der Karlsruher Bäderlandschaft. Dort gab es allerdings Einschränkungen durch Baumaßnahmen und weniger Öffnungstage.
Trotz leicht sinkender Besucherzahlen konnten die Karlsruher Bäder ihre wirtschaftliche Situation im Jahr 2025 verbessern. Besonders das Europabad legte deutlich zu. Der Umsatz stieg auf rund 9,92 Millionen Euro. Außerdem erreichte das Europabad ein positives operatives Ergebnis. Auch das Fächerbad konnte sein Ergebnis deutlich verbessern und den operativen Verlust reduzieren. Der Saunabereich entwickelt sich weiter positiv und bleibt ein wichtiger Ertragsfaktor. Der operative Zuschussbedarf der Stadt Karlsruhe für die Bäderbetriebe konnte 2025 insgesamt um rund 1,34 Millionen Euro reduziert werden.
Trotz der stabilen Entwicklung stehen die Karlsruher Bäder weiter vor großen Herausforderungen. Dazu gehören steigende Energie-, Betriebs- und Personalkosten. Auch die angespannte Haushaltslage der Stadt Karlsruhe wirkt sich auf den Betrieb aus.
Vor diesem Hintergrund werden Preisanpassungen unter den aktuellen Bedingungen als unumgänglich beschrieben. Ziel bleibt es, die Preise sozialverträglich zu gestalten und gleichzeitig Qualität und Sicherheit des Angebots zu sichern.
Eine der größten Herausforderungen bleibt die Personalsuche. Besonders Fachkräfte für alle Bäder und Saisonkräfte für die Freibadsaison werden immer schwieriger zu gewinnen. Der Personalbestand hat direkten Einfluss auf Öffnungszeiten und Abläufe, weil ein sicherer Badebetrieb nur mit ausreichend qualifiziertem Personal möglich ist.
Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und Betriebskosten zu senken, investieren die Karlsruher Bäder weiter in ihre Infrastruktur. Im Fächerbad stehen unter anderem die Dachsanierung, der Ausbau von Photovoltaik und weitere energetische Modernisierungen im Mittelpunkt.Auch der Campingplatz Durlach entwickelt sich positiv. Mit mehr als 33.000 Übernachtungen und steigender Nachfrage, auch international, wird er als eigenständiges und wirtschaftlich erfolgreiches Standbein beschrieben. Weitere Investitionen, unter anderem in ein neues Empfangsgebäude und moderne Sanitäranlagen, sind bereits in der Umsetzung.
Für das Jahr 2026 rechnen die Karlsruher Bäder weiter mit steigenden Anforderungen, besonders beim Personal und bei der Kostenentwicklung. Gleichzeitig sollen die bisherigen Investitionen langfristig zur Stabilisierung und Weiterentwicklung der Karlsruher Bäderlandschaft beitragen.Die Karlsruher Bäder wollen den Bürgern auch künftig ein attraktives, sicheres und vielfältiges Angebot bieten.Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitenden der Karlsruher Bäder, die täglich für den Betrieb, die Qualität und die Sicherheit der Badegäste sorgen.