Karlsruhe (pm/svs) – In Karlsruhe wird die Sperrmüllentsorgung neu geregelt. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 23. Juni beschlossen: Ab dem 1. Januar 2027 gibt es im gesamten Stadtgebiet keinen Straßensperrmüll mehr. Dann können Bürgerinnen und Bürger ihren Sperrmüll zweimal im Jahr kostenlos zur Abholung anmelden. Der „Sperrmüll auf Abruf“ wird also erweitert.
Bisher gab es in Karlsruhe feste Termine für den Straßensperrmüll in den Stadtteilen. Damit ist ab dem 1. Januar 2027 Schluss. Dann können Bürgerinnen und Bürger ihren Sperrmüll zweimal im Jahr kostenlos zur Abholung anmelden.
Die Anmeldung läuft weiterhin telefonisch über die Behördennummer 115 oder über das Online-Formular des Team Sauberes Karlsruhe. Zu finden ist es auf www.team-sauberes-karlsruhe.de unter „Unsere Leistungen“, „Formulare“ und „Sperrmüll-Auftragsannahme“.
Beim bisherigen Straßensperrmüll gab es in den vergangenen Jahren immer häufiger Probleme. Dazu zählen falsche Ablagerungen, zusätzliche Verschmutzungen und ein hoher Reinigungsaufwand.
Außerdem beeinträchtigen Fremdablagerungen und Fehlwürfe die Trennqualität der Materialien. Für eine hochwertige Verwertung ist es wichtig, dass Wertstoffe möglichst sauber und sortenrein erfasst werden. Werden sie verschmutzt oder mit anderen Abfällen vermischt, können sie oft nicht mehr oder nicht hochwertig recycelt werden.
Lange war der Straßensperrmüll auch eine Möglichkeit, gebrauchte Möbel weiterzugeben oder noch brauchbare Dinge zu finden. Heute hat sich das Bild laut Team Sauberes Karlsruhe verändert. Immer häufiger würden bereitgestellte Gegenstände von gewerblichen Sammlern durchsucht. Dabei würden Sachen umgestellt, auseinandergezogen und großflächig auf Gehwegen und Straßen zurückgelassen.
Mit dem Sperrmüll auf Abruf sollen die Gegenstände künftig erst kurz vor dem vereinbarten Termin bereitgestellt werden. Dadurch soll das Risiko sinken, dass weiterer Müll dazugestellt wird.
Neu ist ab 2027 auch ein kostenpflichtiger Express-Service. Damit soll eine Abholung innerhalb von fünf Werktagen ab Anmeldung möglich sein.
Der Service richtet sich zum Beispiel an Menschen, die bei Umzügen, Haushaltsauflösungen oder Renovierungen kurzfristig Sperrmüll entsorgen wollen.
Durch das neue Verfahren sollen Wertstoffe gezielter erfasst und besser getrennt werden. Weil der Sperrmüll erst kurz vor der Abholung bereitsteht, sollen Verschmutzungen durch Wetter, Fremdablagerungen und nachträgliches Durchsuchen reduziert werden.
TSK-Betriebsleiter Dominic Harz sagt dazu: „Mit der Neuausrichtung der Sperrmüllentsorgung schaffen wir ein modernes und zukunftsfähiges System. Die Änderungen sollen Fremdablagerungen reduzieren, die Trennqualität der erfassten Materialien verbessern und damit die Voraussetzungen für eine hochwertige Verwertung stärken. Gleichzeitig bieten wir den Bürgerinnen und Bürgern einen flexiblen Service und erhöhen die Sauberkeit im öffentlichen Raum“