Baden-Baden (dk) – Baden-Baden hat entschieden: Thomas Jung ist neuer Oberbürgermeister der Kurstadt. In der Stichwahl am Sonntag setzte er sich mit 57,3 Prozent der Stimmen gegen Lencke Wischhusen durch, die auf 42,7 Prozent kam.
Nachdem im ersten Wahlgang am 8. März keiner der acht Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hatte, war eine Stichwahl nötig geworden. Dort traten nur noch die beiden Bestplatzierten gegeneinander an: Thomas Jung und Lencke Wischhusen.
Schon im ersten Wahlgang hatte Jung vorne gelegen. Er kam damals auf 37,0 Prozent, Wischhusen auf 31,4 Prozent. In der Stichwahl reichte nun die einfache Mehrheit.
Mit dem Wahlergebnis ist auch eine längere Hängepartie in Baden-Baden beendet. Nach langer Vakanz ist der Chefsessel im Rathaus jetzt wieder besetzt.
Der parteilose Thomas Jung, Ex-SWR3-Chef und Medienmanager, wird damit künftig die Geschicke der Stadt Baden-Baden leiten. Sein parteiloser Amtsvorgänger Dietmar Späth war Ende des vergangenen Jahres nach langer Krankheit wegen Dienstunfähigkeit aus dem Amt geschieden. Eigentlich hätte seine achtjährige Amtszeit erst 2030 geendet.
Die Wahlbeteiligung lag in der Stichwahl bei 41,9 Prozent. Damit gingen deutlich weniger Menschen zur Wahl als noch im ersten Wahlgang. Damals hatte die Wahlbeteiligung 56,6 Prozent betragen.
Im ersten Wahlgang waren ursprünglich acht Kandidaten angetreten, darunter sieben Männer. Weil niemand die notwendige Mehrheit von mehr als 50 Prozent erreichte, musste die Entscheidung in einer Stichwahl fallen.