Baden-Baden (pm/tk) – Die Kurstadt ist pleite. Für die Restaurierung eines mutwillig zerstörten Brunnens ist einfach kein Geld da. Die Stadt hofft daher auf ihre Bürgerinnen und Bürger.
Nachdem der Jesuitenbrunnen am Jesuitenplatz durch mutmaßliche Brandstiftung zerstört wurde, bittet die Stadt Baden-Baden um Spenden für seinen Wiederaufbau. Der Anstoß zur Aktion kam direkt aus der Bürgerschaft. „Wir freuen uns über die Initiative aus der Bevölkerung und sind dankbar für das große Interesse am Erhalt unseres Stadtbildes“, sagt Erster Bürgermeister Alexander Wieland. Der Brunnen sei ein prägendes Element in der Innenstadt und solle möglichst originalgetreu ersetzt werden.
Der Jesuitenbrunnen wurde 1977 von dem Bildhauer Alexander Stauch geschaffen und noch im selben Jahr auf dem Jesuitenplatz vor dem Rathaus aufgestellt. Der aus Sandstein gefertigte Brunnen besteht aus einer großen Brunnenschale und dem Brunnenstock.
Kurz nach dem Vorfall begutachtete ein von der Stadt beauftragter Steinmetz den Schaden. Die historischen Sandsteinelemente sind durch die Hitze irreparabel beschädigt. Der Wiederaufbau nach historischem Vorbild wird laut Kostenschätzung rund 15.000 bis 20.000 Euro erfordern. Hinzu kommen Ausgaben für die Wasseranschlüsse und technische Ausstattung. Da für den Brunnen kein Versicherungsschutz bestand und sich die Stadt aktuell in einer angespannten Haushaltslage befindet, kann die Finanzierung nicht aus städtischen Mitteln erfolgen.
Bürgerinnen und Bürger, die den Wiederaufbau des Jesuitenbrunnens unterstützen möchten, können ihren Beitrag auf das Konto der Stadt Baden-Baden bei der Sparkasse Baden-Baden Gaggenau überweisen: IBAN DE25 6625 0030 0000 0108 68, Verwendungszweck: „Spende Jesuitenbrunnen“. Eine Spendenbescheinigung kann ausgestellt werden.